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Mit Radar auf Spurensuche

Ein Archäologenteam untersuchte mit einem Radarschlitten den Klosterpark (Foto: Christian Schmidt / Landkreis Stade)

jd. Harsefeld. Auf der Suche nach der Burg: Archäologen waren im Klosterpark unterwegs.

Mit modernster High-Tech begaben sich Wissenschaftler auf die Suche nach Harsefelds Anfängen vor mehr als 1.000 Jahren: In der Woche vor Ostern versuchten Archäologen mit Hilfe eines speziellen Radargerätes die Überreste der Harsefelder Burg im Klosterpark aufzuspüren. Nach den historischen Quellen soll die Burg im Jahr 969 von dem Grafengeschlecht der Udonen angelegt worden sein, bevor sich diese in Stade niederließen. Die mit Hilfe des Bodenradars gewonnenen Forschungsergebnisse werden nun am Computer ausgewertet.
Im Auftrag des Landkreises Stade waren Mitarbeiter eines Spezialunternehmens aus Marburg (Hessen) im Klosterpark unterwegs. Sie zogen einen Radar-Schlitten über das historische Gelände. Die Radarstrahlen erfassen die oberen drei bis vier Meter des Erdreiches. Die unterschiedlichen Strukturen im Boden werden reflektiert und aufgezeichnet.
"Auf diese Weise ließen sich die Freiflächen des Klosterparks zügig untersuchen", sagt Kreisarchäologe Daniel Nösler. Die Wissenschaftler hoffen, auch ohne den Einsatz von Spaten und Schaufel Überreste der frühmittelalterlichen Befestigung zu entdecken und deren Umrisse zu kartieren. Sie vermuten, dass sich die Harsefelder Burg an der höchsten Erhebung des heutigen Klosterparks zwischen Kirche und Herrenstraße befunden hat.
Die Wallanlage war aufgegeben worden, nachdem die Udonen das Harsefelder Kloster gründeten. Dessen Grundmauern sind bei Ausgrabungen in den 80er und 90er Jahren freigelegt worden.