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Pflegeheim mit Hotel-Charakter

Regionalleiter Carsten Adenäuer (re.) griff bei der Grundsteinlegung zur Maurerkelle. Bürgermeister Uwe Arndt schaut zu
 
Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt sowie Dirk Brand und Carsten Adenäuer (v.li.) von der Residenz-Gruppe mit dem WOCHENBLATT und der "Zeitkapsel"

jd. Ahlerstedt. Grundsteinlegung in Ahlerstedt: Bremer Unternehmen baut Senioren-Residenz mit 77 Plätzen.

"Das ist ein historischer Tag, den wir lange herbeigesehnt haben", verkündete Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt am vergangenen Freitag. Der Gemeindechef packte viel Pathos in seine Rede, die er anlässlich der Grundsteinlegung für die neue Senioren-Residenz hielt. Die Entscheidung der Bremer "Residenz-Gruppe", die Einrichtung in Ahlerstedt zu errichten, bezeichnete Arndt als "Glücksfall" für das Dorf.

Wo sich jetzt eine Bausand-Wüste erstreckt, wird in den kommenden Monaten ein zweigeschossiger Gebäudekomplex hochgezogen, der 77 Pflegeplätze bietet. Die Eröffnung des Pflegeheimes, das von der "Residenz"-Tochter "Senioren Wohnpark Weser" betrieben wird, ist für Juli 2014 vorgesehen.

Vor rund 70 geladenen Gästen griffen Bürgermeister Arndt sowie "Wohnpark"-Regionalleiter Carsten Adenäuer zur Mörtelkelle: Sie versenkten in den Grundmauern eine Kupfer-Kapsel, in der "Zeitzeugen" wie Münzen, Baupläne und eine aktuelle Ausgabe des WOCHENBLATT deponiert wurden. Bei dem kleinen Festakt herrschte strahlender Sonnenschein - und die Gesichter der Beteiligten strahlten ebenso: Niemand dachte in diesem Moment an den monatelangen Konflikt, der um das Bauvorhaben ausgetragen wurde. Nachbarn hatten wegen möglicher Lärmbelästigung geklagt.

Doch das ist nun vergessen: Das Einzige, was Ahlerstedt noch gefehlt habe, sei eine Wohneinrichtung für Senioren, so Adenäuer. Er wies darauf hin, dass die "Residenz-Gruppe" vor Ort keinen reinen Zweckbau errichte, sondern "gehobenes Wohnambiente" schaffe. Die Bewohner würden sich fast wie in einem Hotel fühlen.
Laut Adenäuer werden überwiegend Einzel-Apartments angeboten. Zweibettzimmer seien nicht mehr zeitgemäß. Auch an Ehepaare habe die Residenz-Gruppe gedacht: Für sie sind Zwei-Zimmer-Apartments vorgesehen. So könne man weiterhin zusammen wohnen, auch wenn der eine Partner pflegebedürftig sei.

Für diejenigen, die sich noch weitgehend selbst versorgen können, wird ein separates Gebäude mit acht altengerechten Wohnungen errichtet. Adenäuer bezeichnet dieses Angebot als "Service-Wohnen": Die Senioren haben die Möglichkeit, verschiedene Dienstleistungen hinzuzubuchen.

Die zentrale Lage im Ahlerstedter Ortskern hat das Bremer Unternehmen bewusst gewählt: "Wir möchten Leben in der Bude haben", erklärt Adenäuer. Die Einrichtung solle in das Dorfleben integriert werden. Er könne sich eine Kooperation mit Kindergärten und Vereinen vorstellen. "Die Senioren freuen sich bestimmt über Besuch", ist sich Adenäuer sicher.

Die "Residenz-Gruppe" investiert laut Pressesprecherin Frauke Meyenberg rund 7 Millionen Euro in das Bauprojekt. Es werden etwa 40 bis 50 Arbeitsplätze geschaffen. Laut Meyenberg sind weitere Projekte im Landkreis Stade vorgesehen: Die Grundsteinlegung für eine Einrichtung in Oldendorf erfolge am 9. August. Und in Apensen befasse sich derzeit die Politik mit Neubau-Plänen der Residenz-Gruppe.

• Wer eines der Pflege-Apartments erwerben möchte, sollte sich beeilen. Es stehen nur noch neun Apartments zum Verkauf. Interessenten können sich an die Volksbank Ahlerstedt wenden.