Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Projekt "Bürgerbus" nimmt Fahrt auf:In Horneburg fährt bald der vierte Mini-Bus im Landkreis

Ging als erster an den Start: der Harsefelder Bürgerbus
jd. Horneburg. Das vierte "Bürgerbus"-Projekt im Landkreis Stade kommt jetzt richtig ins Rollen: In Horneburg laufen die Planungen für die einzelnen Linien und Haltestellen an. Damit wird das Liniennetz der von ehrenamtlichen Fahrern gesteuerten Mini-Busse, die den Nahverkehr der KVG ergänzen, zwischen Oste und Aue immer engmaschiger.

Den Anfang machte im Herbst 2013 Harsefeld: Dort ging der Bürgerbus in Rekordzeit an den Start. Während in anderen Gemeinden jahrelang geplant wurde, legten die Harsefelder einen Zahn zu und waren nach etwas mehr als einem Jahre Vorbereitungszeit am Ziel. Allerdings war die Resonanz anfangs eher verhalten: Zunächst nutzten lediglich rund 80 Fahrgäste pro Monat das Angebot. Nachdem die Streckenführung überarbeitet wurde, sieht es mittlerweile besser aus: Knapp 400 Tickets werden jetzt monatlich verkauft. Das reicht fast, um einen kostendeckenden Betrieb hinzubekommen.

Solche Zahlen kann der Fredenbecker Bürgerbus noch nicht vorweisen. Doch das erste Fazit nach dem ersten Betriebs-Jahr lässt optimistisch in die Zukunft blicken: Nach einer Änderung des Fahrplans hat sich die Zahl der Fahrgäste verdoppelt - von zunächst 80 auf 160. Für eine solche Statistik ist es beim "Osteland"-Bürgerbus noch ein wenig zu früh: Der Startschuss für den kleinen Linienbus, der durch die Dörfer in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten tourt, fiel erst im August.

Bus Nummer vier soll nun so schnell wie möglich folgen: Der Trägerverein des Horneburger Bürgerbusses hat kürzlich auf seiner Mitgliederversammlung beschlossen, jetzt gezielt die Finanzierung des rund 100.000 Euro teuren Busses in Angriff zu nehmen. Für dessen Anschaffung gibt es einen dicken Zuschuss vom Land Niedersachsen. Allerdings muss der Verein einen Teil der Summe selbst stemmen und auch die Kosten für den laufenden Unterhalt bestreiten. Daher will sich der Verein auf Sponsorensuche begeben. Die Idee ist es, Werbeflächen außen am Bus und im Fahrzeuginneren zu vermarkten.

Die formale Grundlage für den "Bürgerbus"-Betrieb in Horneburg ist bereits geschaffen: Im Juli erfolgte die Eintragung des Trägervereins in das Vereinsregister. Nun müssen mit der KVG, die in der Region Lizenzträger für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) ist, die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Bürgerbusses in der Samtgemeinde Horneburg abgeklärt werden. Die Linienverbindungen dürfen nicht entlang bestehender KVG-Strecken verlaufen.

Auf der Versammlung wurde beschlossen, für jede der fünf Mitgliedskommunen der Samtgemeinde Horneburg eine Bürgerbus-Arbeitsgruppe einzurichten.Die Bürger sollen bei den Planungen für die Streckenführung einbezogen werden. Der Verein hofft auf viele Anregungen und hilfreiche Tipps aus der Bevölkerung.
Der Bürgerbus-Verein hat jetzt auch einen Fahrdienstleiter: Einstimmig wurde Clemens Peper gewählt. Ihm obliegt es, die ehrenamtlichen Fahrer zu rekrutieren und die Dienstpläne zu erstellen. Mit dem Engagement der freiwilligen Mitstreiter steht und fällt die ganze Sache: Dieser Bus ist eben ein Projekt von Bürgern für Bürger.