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Rasante Rhythmen und der perfekte Hüftschwung

 

jd. Ahlerstedt. Sie gehen auf die Fünfzig zu und sind fit wie ein Turnschuh: Die Jazzdance-Damen des MTV Ahlerstedt treten seit fast 30 Jahren zu fetziger Popmusik auf

Sie sind eine lustige Truppe von Frauen im besten Alter und sie haben eine gemeinsame Leidenschaft: Jazzdance. Die acht Damen der Tanzgruppe „Jazz for Fun“ im MTV Ahlerstedt begeistern ihr Publikum mit ausdrucksstarken Figuren, schnellen Bewegungen und heißen Posen - und das seit fast 30 Jahren. Wer sieht, wie schnell sich die Tänzerinnen zu den rasanten Rhythmen bewegen, mag kaum glauben, dass die meisten von ihnen stramm auf die Fünfzig zumarschieren. Die fitten Jazz-Ladies könnten locker für zehn Jahre jünger durchgehen.
Von Anfang an mit dabei ist Dörte Vollmers. Sie erinnert sich noch gut an den ersten Auftritt im Jahr 1984 beim Ahlerstedter Fasching: „Wir trugen kurze Röckchen und tanzten zum Popsong „Big Bamboo“ von der Saragossa Band“. Die Herren des Elferrates seien sichtlich angetan gewesen. Seitdem gehöre die Showeinlage der Jazz-Tänzerinnen zum festen Bestandteil des Karnevalsabends.
Doch Show und Party waren längst nicht alles: Die Jazzdance-Damen besaßen auch sportlichen Ehrgeiz: Zweimal wurden sie Landesmeisterinnen. Mit ihrer Choreographie zu „Saturday Night Fever“ lösten die Ahlerstedterinnen sogar das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften. Dort begeisterten sie Zuschauer und Jury mit einem perfekten Hüftschwung à la John Travolta. Denkbar knapp verfehlten sie den Sprung aufs Treppchen. Aber auch der vierte Platz war ein Riesenerfolg. Als der Altersunterschied zu den anderen Guppen immer größer wurde, fiel die Entscheidung, Jazzdance als Wettkampfsport an den Nagel zu hängen.
Dafür starteten die Dance-Ladies in Sachen Showtanz durch: Sie holten sich mit Anika Hein und Silke Krause zwei ambitionierte Trainerinnen, die neuen Schwung in die Truppe brachten. Die beiden weiblichen Coaches ergänzen sich perfekt: „Wir inspirieren uns gegenseitig“, sagt Silke Krause: „Wenn eine von uns Ideen für einen neuen Tanz hat, feilen wir solange gemeinsam an Schrittfolgen und Figuren, bis wir zufrieden sind“. Erst danach werde die neue Choreographie der Gruppe vorgestellt.
Bis die einzelnen Bewegungen perfekt sitzen, vergeht rund ein knappes Jahr. Einmal in der Woche wird geübt - anderthalb Stunden ohne Pause. Anika Hein, die als Account Managerin bei einem großen Musical-Veranstalter auch beruflich mit Show und Performance zu tun hat, kitzelt aus ihrer Truppe alles heraus. Ihrem geschulten Blick entgeht nichts. „Mehr Spannung in den Armen, den Fuß weiter rechts ansetzen, locker in der Hüfte bleiben“, hallen ihre Anweisungen durch die Turnhalle. Die acht Frauen
halten die temporeichen Proben problemlos durch. „Für Jazzdance ist eine super Kondition erforderlich“, sagt Jutta Wogawa: Außerhalb des Trainings halten wir uns mit Radfahren und Inline-Skaten fit.“
Die Premiere eines neuen Tanzes ist dann auf dem Ahlerstedter Karneval. Zu jedem Stück gehört auch das passende Outfit: Zur Musik von „Sister Act“ trugen die Damen ein züchtiges Nonnengewand, der Tanz der Vampire wurde in schwarzen Umhängen aufgeführt und für den Soundtrack von James Band hüllte man sich in Trenchcoats.
Aktuell ist bei der Ahlerstedter Tanztruppe das Abba-Fieber ausgebrochen: Die Jazz-Ladies treten zu einem Medley mit Hits der schwedischen Erfolgsband ganz stilecht im Look der Abba-Sängerinnen Agnetha und Anni-Frid auf.

● Am meisten Spaß haben haben die Jazzdance-Damen bei den Auftritten - egal, ob auf Familienfeiern, Betriebsfesten oder Schützenbällen. Die Tanzgruppe hat ein Programm mit bis zu sechs Stücken in petto.
Buchungen für Auftritte nimmt Silke Krause entgegen. Anfragen unter Tel. 0179 - 4 65 80 49 oder per E-Mail: tantemeyer@gmx.de