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Sammler zeigen ihre "Schätze"

Stolz präsentiert Günter Kachmann den kleinsten und den größten Fotoapparat aus seiner Sammlung: Die Miniaturkamera Minox C in seiner Hand war besonders bei Agenten beliebt. Daneben hat er eine Plaubel Perkeo aufgebaut, die vorwiegend im Studio zum Einsatz kam.
jd. Harsefeld. Von der Armband-Sonnenuhr bis zum Wichtelmännchen: Viel Kurioses auf Sonderschau im Museum Harsefeld. Wenn es nicht gerade um wertvolle Gemälde geht, präsentieren die meisten Sammler ihre Schätze mit einem gewissen Stolz. Doch in den eigenen vier Wänden ist der Personenkreis, der das oft über Jahrzehnte mit Akribie und Leidenschaft zusammengetragene Sammelsurium kleiner Kostbarkeiten bestaunen kann, sehr begrenzt. Kein Wunder, dass viele Sammler aus Harsefeld und Umgebung kürzlich eine willkommene Gelegenheit beim Schopfe packten: Sie meldeten sich auf das Angebot des örtlichen Museums, die schönsten Stücke einer breiten Öffentlichkeit vorzuführen. "Harsefeld sammelt" heißt die Sonderausstellung, die noch bis zum 30. April läuft. Gezeigt wird allerlei Kurioses, manches Nützliche und viel Interessantes.

"Unser Budget ist äußerst begrenzt. Daher können wir es uns nicht leisten, große Sonderschauen von außerhalb zu buchen", erklärt die ehrenamtliche Museumschefin Ulrike Riepe. Um die Leute dennoch ins Museum zu locken, müsse man sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Mit der Idee, besondere Sammelobjekte auszustellen, traf Riepe offensichtlich den Nerv: Zahlreiche Besucher schauten sich bereits die alten Kaffeemühlen, die fein bemalten Mokkatassen sowie die seltenen Versteinerungen und Mineralien an. Große Augen machen immer wieder die kleinen Gäste: Sie stehen oftmals staunend vor der Vitrine mit dem historischen Blech- und Holzspielzeug, an dem sich ihre Altersgenossen vor rund einem Jahrhundert erfreuten.

Weitere Hingucker sind die niedlichen Tierfiguren aus Ton und Glas, die entzückenden Wichtelmännchen aus Finnland sowie die dekorativen Wand-Objekte aus plattgefahrenen Cola-Dosen. Klassische Sammelgegenstände wie Bierdeckel und -krüge sind natürlich ebenfalls in dieser kunterbunten Schau vertreten. Zu den Kostbarkeiten zählen die Kameras, die der Fotograf Günter Kachmann für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Er ließ sich zwei Vitrinenböden reservieren, um die technische Entwicklung von der Kodak "Brownie" aus dem Jahr 1907 über die legendäre Voigtländer "Bergheil" bis zur Spiegelreflexkamera zu dokumentieren.

Besonders originell sind zwei Stücke aus der Uhrensammlung von Peter Heise: Der Lehrer verwirrte früher seine Schüler mit einer Wahnduhr, deren Zeiger sich gegen den "Uhrzeigersinn" drehen. Und bei strahlendem Wetter leistet Heises voll ökologische Armband-Sonnenuhr sicher wertvolle Dienste.