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Schlüssel wanderte weiter

Fahrzeugübergabe in Ahlerstedt: Ortsbrandmeister Harald Lange (im Auto) nimmt den symbolischen Schlüssel von Bernd Meinke, Heiko Wachlin und Henning Klensang (v.li.) entgegen
jd. Ahlerstedt. Freiwillige Feuerwehr Ahlerstedt erhält neues Einsatzfahrzeug. Auf eine bessere Art und Weise kann eine Kommune den Aktiven ihrer Freiwilligen Feuerwehr nicht Dank und Anerkennung für deren unermüdliches Engagement zukommen lassen: Die Samtgemeinde Harsefeld schaffte für die Ahlerstedter Ortswehr ein nagelneues Einsatzfahrzeug an. Das rund 220.000 Euro teure Gefährt, das mit umfangreicher Ausrüstung für Brandfälle und technische Hilfeleistungen bestückt ist, wurde jetzt offiziell an seine Nutzer übergeben. Seine "Feuertaufe" hat das rote Lösch- und Rettungs-Mobil bereits überstanden: Der Wagen rückte zu dem schweren Verkehrsunfall aus, der sich vor zwei Wochen in Hollenbeck ereignete. Mit Hilfe eines Hebekissens wurde ein unter einem Auto eingeklemmter Biker befreit.

"Mit diesem Fahrzeug sind wir für die Zukunft bestens gerüstet", erklärte Ahlerstedts Ortsbrandmeister Harald Lange bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Der überdimensionale Autoschlüssel war zuvor von einer "Instanz" an die nächste weitergereicht worden. Als erstes war der Vize-Verwaltungschef der Samtgemeinde Harsefeld, Bernd Meinke, an der Reihe. Die Samtgemeinde, in deren Zuständigkeit das Feuerwehrwesen liegt, ist stolzer Eigentümer des rund 250 PS starken Wagens, der als erstes Feuerwehr-Fahrzeug im Landkreis über ein automatisches Schlauchverlege-System verfügt.

Meinke betonte noch einmal die Notwendigkeit einer Neuanschaffung. Der Vorgänger habe 27 Jahre auf dem Buckel gehabt, sei am Ende ein Dauerfall für die Werkstatt gewesen und hätte den TÜV nicht mehr bestanden. Dass die Samtgemeinde so viel Geld in ein neues Fahrzeug investiere, zeige, wie sehr ihr die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr am Herzen liege, so Meinke. Er wünschte den Aktiven aus Ahlerstedt viele erfolgreiche Übungen mit dem neuen Wagen und möglichst wenig ernsthafte Einsätze.

Anschließend ging der Schlüssel an den stellvertretenden Kreisbrandmeister Henning Klensang weiter. Der Landkreis übernimmt 30 Prozent des Kaufpreises, da das neue "HLF" (Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug) künftig in die sogenannte "Kreisbereitschaft Süd" eingebunden ist. Das bedeutet, dass die Ahlerstedter auch ausrücken, wenn irgendwo im südlichen Landkreis Katastrophenalarm gegeben wird. Wenig Worte verlor der nächste, der den Schlüssel erhielt: Gemeindebrandmeister Heiko Wachlin lobte Politik und Verwaltung. Beide hätten einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Anschaffung des "HLF" problemlos vonstatten gegangen sei.

Nach der Übergabe des neuen Fahrzeugs nahmen die Gäste noch dessen künftige "Garage" in Augenschein. Sie besichtigten das neue Feuerwehrgerätehaus, das derzeit in etwa 200 Meter Entfernung zum jetzigen Gebäude der Brandschützer entsteht. Der Neubau wurde erforderlich, da die Unfallkasse im bestehenden Gerätehaus Sicherheitsmängel moniert hatte.