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Sicherheit für die Kinder? Ein KOMMENTAR zum geplanten Geh- und Radweg zum Ruschwedeler Bahnhof

Ein tägliches Bild: Schüler warten direkt an der Straße auf den Zug. Vorher befanden sie sich auf der Fahrbahn und gingen erst zur Seite, als ein Auto kam (Foto: jd)
Seit zehn Jahren in der Diskussion, jetzt endlich wird gebaut: Ruschwedel erhält einen Geh- und Radweg zum Bahnhof. Für die rund 150.000 Euro teure Baumaßnahme fließen Fördermittel in Höhe von 94.000 Euro. Den dicken Zuschuss gibt es, weil "Förder-Fuchs" Rainer Schlichtmann eine Geldquelle aufgetan hat: Der Harsefelder Gemeindedirektor zapft Fördertöpfe aus dem Fonds für ländliche Entwicklung an. Da die Strecke Teil der interkommunalen Radweges "Waldroute" ist, soll sie eine touristische Funktion haben. Und da die Förderung des Tourismus immer gut ist, gibt es Geld aus Hannover.

Der Rad- und Gehweg zum Bahnhof war immer wieder von Eltern gefordert worden, da es sich um einen Schulweg handelt: Die Ruschwedeler Kinder sind auf die EVB angewiesen, um zur Schule in Harsefeld zu kommen. "Die Verkehrssicherheit für die Kinder zu optimieren", sei daher ein wichtiger Grund für den Bau des Weges, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Doch die Betroffenen selbst scheinen sich um ihre Schulwegsicherheit wenig zu scheren: Einige Schüler stellen sich mitten auf die Straße, wenn sie morgens auf den Zug warten.

Wenn die Eltern also in Sorge um ihre Kinder sind, sollten sie ihren Nachwuchs mal darauf hinweisen, wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat. Was nützt ein sicherer Rad- und Fußweg, wenn die Schüler - wie es tagtäglich geschieht - auf oder direkt neben der Fahrbahn stehen statt sich auf den Bahnsteig zu stellen.

Jörg Dammann