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Spielend die Natur erleben

Anja Knorr und Thorsten Törner möchten in Harsefeld einen Waldkindergarten einrichten
 
Ein geeignetes Gelände haben sich die beiden bereits ausgeguckt

jd. Harsefeld. Verein möchte Wald-Kindergruppe in Harsefeld gründen / Förderer und Sponsoren gesucht.

Bereits kleinere Kinder sitzen heutzutage stundenlang vor der Flimmerkiste oder vertreiben sich die Zeit mit Computer und Konsole. Draußen spielen ist selbst bei Jungen und Mädchen im Vorschulalter nicht mehr "angesagt". Sie sind wesentlich häufiger in der virtuellen Welt am Monitor unterwegs als in der freien Natur. Gegen diesen Trend möchten Anja Knorr und Thorsten Törner ansteuern. Die beiden Erzieher haben mit einer Handvoll Mitstreiter vor einer Woche den Verein "Naturerleben Harsefeld" aus der Taufe gehoben. Wichtigstes Vereinsziel ist zunächst die Gründung eines Waldkindergartens für den Flecken Harsefeld. Die Gemeinde hat bereits Zustimmung signalisiert.
"Wenn alles glatt geht, können wir zum 1. August an den Start gehen", sagt Anja Knorr. Sie ist die 1. Vorsitzende des Vereins, der die Trägerschaft für die Öko-Kita übernimmt, und wird in dieser auch als leitende Erzieherin tätig sein. Erfahrungen in Sachen Wald- und Umwelterziehung hat die Buxtehuderin bereits reichlich gesammelt: Sie arbeitet seit zwei Jahren im Awo-Waldkindergarten in Horneburg und absolviert derzeit eine Zusatzausbildung als Naturpädagogin.
Dort habe sie die Erfahrung gemacht, wie wichtig das Spielen im Freien für die Entwicklung der Kinder sei, so Knorr. "Der Wald als natürliche Spielumgebung regt die Fantasie an, weckt die Neugier, Dinge zu erforschen, und fördert den Ideenreichtum", erklärt die Erzieherin. Mit Ästen und Baumrinde lasse sich viel kreativer spielen als mit vorgefertigte Plastikteilen.
Einen Standort für den Waldkindergarten ist bereits ausgeguckt. Das Gelände liegt auf halber Strecke zwischen Harsefeld und Hollenbeck. "Ein ideales Plätzchen", schwärmen die beiden: ein wenig versteckt und dennoch gut über die Jahnstraße erreichbar. Zwar fehlt noch das endgültige Okay vom Forstamt, doch die zwei Naturfans sind zuversichtlich, dass sie alle erforderlichen Genehmigungen rechtzeitig eingeholt haben. "Wenn alle so gut mitziehen wie die Gemeinde, dann steht der Eröffnung des Waldkindergartens nichts im Weg", meint Knorr.
Sie ist zuversichtlich, nun genügend Eltern zu finden, die Wert darauf legen, dass ihre Sprösslinge naturverbunden und umweltbewusst aufwachsen. Nach einem Infoabend ließen sich bereits mehrere Interessenten vormerken. Doch ein paar Plätze sind noch frei. "Insgesamt können wir 15 Kinder aufnehmen", sagt Knorr. Eine Betreuung würde montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr stattfinden, plus eine Stunde Sonderöffnungszeit. Laut Knorr werden sich die Gebühren an den Beiträgen der anderen Kitas in Harsefeld orientieren.
Doch allein über die Elternbeiträge können die Kosten für den Waldkindergarten nicht finanziert werden. Der Flecken wird ihn zwar in der gleichen Höhe wie die übrigen Einrichtungen bezuschussen, doch zunächst sind erhebliche Ausgaben zu tätigen, damit das Projekt überhaupt an den Start gehen kann. "Wir benötigen im Wald eine Unterkunft", sagt Knorr, "das kann ein Bauwagen, ein Container oder ein Holztipi sein."
Das sei eine Anschaffung, die der Trägerverein nicht allein wuppen könne. Daher werden noch Fördermitglieder sowie Firmen gesucht, die das Projekt sponsern.
• Wer sein Kind vormerken lassen oder sich informieren möchte, kann sich an Anja Knorr wenden: Tel. 0177 - 631 82 24.