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"Todeskreuzung" wird Kreisel

Eine der gefährlichsten Ecken im Landkreis: die Klethener Kreuzung
jd. Ahlerstedt-Klethen. Forderung der Bürger wird nach drei Jahren umgesetzt: An der L124 bei Klethen entsteht ein Kreisverkehr. Einer der gefährlichsten Unfallschwerpunkte im Landkreis Stade wird in Kürze beseitigt: Die Querung der K55 über die L124 südlich von Ahlerstedt - besser bekannt als "Klethener Todeskreuzung" - wird zu einem Kreisverkehr umgebaut. Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen. Die Fertigstellung ist für den Oktober vorgesehen.

An der Kreuzung hatten sich in der Vergangenheit mehrere schwere Unfälle ereignet. Bislang waren vier Todesopfer zu beklagen. Zunächst drohte der Kreiselbau aus Kostengründen zu scheitern. Schließlich machte Landrat Michael Roesberg die Angelegenheit zur Chefsache. Nun teilen sich Land und Kreis die Baukosten in Höhe von rund 600.000 Euro.

Bereits im März 2011 gab es Bürgerproteste, nachdem kurz zuvor ein junger Motorradfahrer aus Ahlerstedt an der gefährlichen Kreuzung gestorben war. Ein unachtsamer Autofahrer hatte ihm die Vorfahrt genommen. Auf einer Demo wurde gefordert, an der gefährlichen Stelle einen Kreisel zu errichten. Auch Kommunal- und Kreispolitiker schlossen sich der Forderung an. Doch die Verkehrsbehörden hielten es für ausreichend, zusätzliche Schilder aufzustellen und die Fahrbahn mit einem "Huckel" zu versehen. Für den Bau eines Kreisels sei kein Geld vorhanden, hieß es aus Hannover.

Nachdem es im Frühjahr 2012 erneut an der "Todeskreuzung" gekracht hatte und wieder Menschen schwer verletzt wurden, ergriff Roesberg die Initiative. Der Landkreis übernahm federführend die Planungen und sprang für die eigentlich zuständige Landesbehörde für Straßenverkehr in die Bresche, der nach eigenem Bekunden die "Manpower" für die Umsetzung der Baumaßnahme fehlte. Auch die Gemeinde Ahlerstedt leistete ihren Beitrag, die Verkehrssicherheit an der L124 zu erhöhen: Sie kaufte von drei Landwirten die erforderlichen Grundstücke für den Kreisel-Neubau an. Kostenpunkt: rund 15.000 Euro.

• Während der Baumaßnahmen wird die L124 zumindest halbseitig befahrbar sein. Die Autofahrer müssen jedoch damit rechnen, dass zeitweise eine Ampel aufgestellt wird. Die K55 wird für die Dauer des Kreiselbaus ganz abgeklemmt. Die Umleitung aus Klethen erfolgt über die Straße Auetal.