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Vorerst letzte Wegesanierung: Wegebau: Verbindung von Ottendorf nach Wangersen wird hergerichtet

Bauamtsmitarbeiter Holger Bohling, Bauleiter Günther Riggers, Rathauschef Rainer Schlichtmann, Ingenieur Jens Hinck und Vorarbeiter Jan Osterndorf trafen sich zur Baustellenbesprechung Foto: jd
jd. Harsefeld/Ottendorf. "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul", heißt eine alte Weisheit. Doch dieser Spruch bewahrheitet sich nicht immer: 2011 erhielt die Samtgemeinde ein "Geschenk", über das sich Rathauschef Rainer Schlichtmann wenig freute. Gemäß einem höchstrichterlichen Urteil bekam die Samtgemeinde von den vier Mitgliedskommunen die sogenannten Gemeindeverbindungswege übertragen - zwar zum Nulltarif, doch handelte es sich bei diesem "geschenkten Gaul" - um im Bild zu bleiben - um einen "alten Klepper". Viele der Wege waren ziemlich marode. Sechs Jahre dauerte es, bis die Samtgemeinde nun die schlimmsten Schäden beseitigt hat. Jetzt wird mit der Strecke von Ottendorf nach Wangersen bzw. Wense der vorerst letzte Verbindungsweg saniert.

Dank der unfreiwilligen Schenkung verfügt die Samtgemeinde Harsefeld mittlerweile über 27 Gemeindeverbindungswege, die eine Gesamtlänge von rund 50 Kilometern haben. Diese asphaltierten Pisten führen abseits der Hauptstraßen quer durch die Felder und verbinden die einzelnen Dörfer auf direktem Weg miteinander. Deren Instandhaltung ist wichtig, weil man auf ihnen nicht nur rasch von Dorf zu Dorf gelangt: Vor allem die Landwirte nutzen diese Wege, um auf ihren Acker zu kommen.

So werden bei der aktuellen Sanierungsmaßnahme in Ottendorf, die in dieser Woche startet, auf drei Kilometern Länge immerhin 60 Auffahrten zu den Feldern geschaffen.
Doch der landwirtschaftliche Verkehr stellt auch ein Problem dar: Die immer größeren Fahrzeuge belasten die Fahrbahnen dieser Wege zusehends. Besonders an den Rändern bröckelt es: Reichte früher die auch heute noch übliche Bereite von drei Metern völlig aus, setzen die Reifen der großen Traktoren, Güllewagen und Erntefahrzeuge den Apshaltkanten stetig zu.

"Dennoch wird weiter nur eine Sanierung auf drei Metern Breite gefördert, plus eines Schotterstreifens auf beiden Seiten", sagt Holger Bohling vom Harsefelder Bauamt. Ohne Fördermittel der EU müsste die Samtgemeinde noch tiefer in Tasche greifen: Seit 2011 wurden 1,7 Mio. Euro für die Sanierung von 20 Kilometern Verbindungswegen ausgegeben, mehr als 50 Prozent davon kamen aus Brüssel - so wie bei der aktuellen Maßnahme, die rund 230.000 Euro kostet.

In Ottendorf will die mit den Bauarbeiten beauftragte Firma Matthäi bis Ende September fertig sein: "Bis zum Beginn der Maisernte soll der Weg wieder in Schuss sein", sagt Bauleiter Günther Riggers.