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Werft die Nachlässe nicht weg - Harsefelder Samtgemeindearchiv sammelt alte Dokumente

Der ehemalige Archivleiter Ingo Wilfling und seine Nachfolgerin Ulrike Gerds vor dem Nachlass-Schrank
Harsefeld: Samtgemeindearchiv | Alte Verträge, Fotos und Briefe, Bücher, Straßenkarten, Plakate und Zeitungsberichte - im Archiv der Samtgemeinde Harsefeld kümmern sich Ulrike Gerds, seit Oktober 2015 Archivleiterin, und elf ehrenamtliche Mitabeiter darum, dass Harsefelder Geschichte und die der umliegenden Dörfer nicht in Vergessenheit gerät. "Nur wer weiß, woher wir kommen, kann die Gegenwart verstehen", ist die Fachfrau für Bibliothekswesen überzeugt. "Daher appellieren wir an alle Harsefelder, die Nachlässe nicht wegzuwerfen, sondern sie zu uns zu bringen. Dokumente über Hofübergaben, Eheverträge, alte Auftragsbücher und ähnliches sind für uns sehr wertvoll."
Dabei geht es im Archiv nicht nur um Erinnerungen und Material für Familienforscher, sondern auch um Rechtssicherheit. Denn in den vier Räumen im Keller des Harsefelder Rathauses werden auch Dokumente wie alte Verträge aufbewahrt, die bei Streitigkeiten Hinweise auf die rechtlich richtige Lösung geben können, erklärt Ingo Wilfling, Vorgänger von Ulrike Gerds und ehemaliger Geschichtslehrer. Er habe sich Mitte der 1980er für die Einrichtung eines Archivs stark gemacht hat, erzählt er. 1988 wurde es offiziell eröffnet.
Etwa 270 Nachlässe befinden sich zur Zeit im Harsefelder Archiv. Jedes einzelne Dokument wird von dem zuständigen ehrenamtlichen Mitarbeiter aufbereitet, damit es die Jahrhunderte überdauert. Schimmelspuren werden entfernt, Schriftstücke abgeschrieben, die Dokumente werden eingescannt, mit Registriernummern, Beschreibungen und Suchworten versehen im Computerprogramm abgelegt. Die Originale kommen in Aktenordner und Kartons. Die ältesten Dokumente stammen aus dem Jahr 1780, 1.300 Kartons und rund 6.000 Bücher stehen in den Regalen.
Übrigens: Weil es so gut sortiert ist, hat das Harsefelder Archiv den Status einer Fachbibliothek.
"Unser Archiv ist genauso aufgebaut wie ein vernünftiges Stadtarchiv", sagt Ulrike Gerds. Bürger können die Bücher und Dokumente auf Anfrage einsehen, nicht aber mit nach Hause nehmen.
Infos zum Archiv unter Tel. 04164-887109, Öffnungszeiten montags und mittwochs, 9 bis 12.30 Uhr, sowie nach Vereinbarung. (wd)

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