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Zeitreise in Bildern: Günter Kachmann stellte das Harsefelder Bildarchiv vor

Günter Kachmann präsentierte jede Menge alte Aufnahmen (Foto: jd)
jd. Harsefeld. Eine spannende Zeitreise unternahm der Fotograf Günter Kachmann mit den Mitgliedern des Harsefelder Vereins für Kloster- und Heimatgeschichte: Auf der Jahresversammlung des Vereins stellte der Ruheständler seine ehrenamtliche Arbeit im Samtgemeinde-Archiv vor. Dort ist Kachmann seit vier Jahren dabei, das komplette Bildmaterial seines ehemaligen Fotostudios zu digitalisieren und zu katalogisieren. Ziel ist es, ein Bildarchiv aufzubauen. Bis sämtliche Bestände erfasst sind, wird noch einige Zeit vergehen: Von fast 250.000 Negativen sind bisher rund 18.000 im Computer erfasst. Bei seinem Vortag präsentierte Kachmann etliche historische Aufnahmen.

"Wo ist denn das?" - Diese Frage kam öfter auf, als Kachmann seine Bilder auf die Leinwand warf. Zwar existieren viele Häuser noch, die auf den zwischen 50 und 100 Jahre alten Ansichten zu sehen waren, doch die Fassaden haben sich im Laufe der Jahrzehnte erheblich verändert. Bei vielen Motiven kam erst beim zweiten oder dritten Hinschauen das "Aha-Erlebnis". Interessant ist die veränderte Nutzung: Aus den einst zahlreichen Krämerläden sind meist normale Wohngebäude geworden und so manches Gasthaus verwandelte sich in ein Geschäft.

Auch die zahlreichen Fotos, die anlässlich von Feiern, Jubiläen, Hochzeiten und Abschlussbällen geknipst wurden, bieten einen Einblick in längst vergangene Zeiten. Diese vornehmlich privaten Aufnahmen seien allerdings nicht allgemein zugänglich, erläuterte Kachmann. Diese Fotodateien händigt das Samtgemeinde-Archiv nur bei berechtigtem Interesse aus. Das ist beispielsweise der Fall, wenn jemand Ahnenforschung betreibt. Ansonsten ist die Zustimmung der abgebildeten Person erforderlich, bei Verstorbenen muss bis zu zehn Jahre nach deren Tod das Einverständnis der Angehörigen eingeholt werden.

Anders ist das bei Personen der Zeitgeschichte: Als Beispiel nannte Kachmann die örtlichen Politiker und diejenigen Harsefelder, die im öffentlichen Rampenlicht standen, weil sie als Geschäftsleute oder Vereinsvorsitzende aktiv waren. Deren Fotos dürfen im Rahmen von Artikeln und Aufsätzen frei verwendet werden. Am Ende lud Kachmann zum heiteren Bilderraten ein: Er führte verschiedene prominente Gesichter der vergangenen Jahrzehnte vor. In der Runde fand sich immer jemand, der die gezeigte Person erkannte.


• Bevor Kachmann mit seinem Vortrag an die Reihe kam, wurde die Tagesordnung abgearbeitet: So ließ die Vereinsvorsitzende Monika Roesberg die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Außerdem legte das Archiv-Team eindrucksvoll dar, mit welcher Akribie Unterlagen über Harsefeld zusammengetragen werden. Und schließlich das Museum: Die vom Kloster-und Heimatverein getragene Einrichtung registrierte im Vorjahr immerhin 5.800 Besucher. Der Museumsdienst wird künftig von Sigrid Meyer organisiert. Sie ist Nachfolgerin von Lilo Kröger, die das Amt nach 25 Jahren niederlegte.