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Achtungserfolg im "Ländle"

Michael König

jd. Harsefeld/Hohberg. Harsefelder Architekt holte bei Bürgermeisterwahlen fast 16 Prozent der Stimmen.

Mit solch einem Wahlergebnis hätte Michael König nie gerechnet: Der Harsefelder Architekt holte am Sonntag bei den Direktwahlen für den hauptamtlichen Bürgermeister-Posten in der südbadischen Gemeinde Hohberg fast 16 Prozent der Stimmen. Wie das WOCHENBLATT in der vergangenen Samstagsausgabe berichtet hatte, war König als Kandidat der Protest-Partei "Nein!-Idee" gegen den Amtsinhaber angetreten - im Rahmen einer großangelegten Kampagne: "Nein-Sager" König und seine Mitstreiter wollen ein Signal setzen gegen die "Machtbesessenheit der etablierten Parteien".

Von den zehn "Nein"-Bewerbern, die in diesem Jahr zu 45 Bürgermeisterwahlen im "Ländle" antraten, heimste König den bislang größten Erfolg ein. Zwar sei der derzeitige Rathauschef wiedergewählt worden, so König, doch dieser habe vom Wähler eine deutliche Ohrfeige verpasst bekommen. Heftige Kritik übte König am baden-württembergischen Innenminister Reinhold Gall (SPD), der die Aktion der "Nein!-Idee" als "Auswuchs" bezeichnet hatte. Man bereite jetzt die nächsten Kandidaturen vor, so König: "Es gibt schließlich noch viele Anlässe und Gründe, nein zu sagen."