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Das Sprachrohr der Bürger: Samtgemeinde-Bürgermeister Schlichtmann lud Ortsbeauftragte ins Rathaus ein

Engagierte Ehrenamtliche: die Ortsbeauftragten (Foto: jd)
jd. Harsefeld. Ihr Amt wurde mit Gründung der Samtgemeinde im Jahr 1972 geschaffen: In Harsefeld gibt es 14 sogenannte Ortsbeauftragte. Die Ehrenamtlichen stehen im Dienst der Samtgemeinde und fungieren als Brücke zwischen Bürgern und Verwaltung. Erstmals hat Rathauschef Rainer Schlichtmann die freiwilligen Helfer, die vom Samtgemeinderat jeweils für fünf Jahre ernannt werden, zu einer Zusammenkunft im Rathaus eingeladen. Bei leckeren Schnittchen gab es einen regen Gedankenaustausch. Zudem berichteten die Ortsbeauftragten, was den Menschen in den von ihnen betreuten Dörfern auf den Nägeln brennt.

Bestückung der Aushangkästen, Meldung von Missständen, Weiterleitung von Wünschen der Bürger, Benennung von Wahlhelfern: Die Aufgaben der Ortsbeauftragten sind vielfältig. Die Verwaltung bittet die Ehrenamtlichen nun in einem weiteren Punkt um Mithilfe: Die Samtgemeinde will die Berechnung der Abwassergebühren zum Januar 2018 umstellen. Als Berechnungsgrundlage soll künftig die versiegelte Fläche dienen: "Hier benötigen wir ihre gute Ortskenntnis", wandte sich Kämmerer Ulrich Pergande an die Ortsbeauftragten: "Sie wissen in ihren Dörfern am besten Bescheid, wo Abwasserleitungen liegen und ob bestimmte Straßen überhaupt angeschlossen sind."

Doch die Ortsbeauftragten sind eben nicht nur die verlängerte Arm der Verwaltung, sondern auch das Sprachrohr der Bürger: Sie brachten daher allerlei Dinge zur Sprache, bei denen nach ihrer Ansicht Handlungsbedarf besteht. So wies Petra Viets aus Ruschwedel auf die Situation am Haltepunkt der EVB-Bahnstrecke hin: Dort werden immer wieder Fahrräder gestohlen. Außerdem war der Automat wiederholt Ziel von Anschlägen. Viets regte an, eine Kamera zu installieren. Das sei aus rechtlichen Gründen nicht so einfach, hieß es dazu von der Verwaltung. Einige Ortsbeauftragte zeigten sich besorgt über den schlechten Zustand vieler Straßen. Als Beispiele wurden der Schuldamm in Ahrensmoor sowie der Königsdamm in Frankenmoor angeführt.

Geehrt wurde Helmuth Wintjen (78): Der ehemalige TÜV-Prüfer hat zum 31. Dezember sein Amt als Ortsbeauftragter von Wohlerst abgegeben. Er übte sein Ehrenamt 30 Jahre lang aus.