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Die Bundestagswahl im Kreis Stade: Grundmann verteidigt souverän sein Direktmandat

Ein strahlender Gewinner: Oliver Grundmann mit seiner Frau Anja. Der CDU-Politiker konnte sein gutes Ergebnis von 2013 fast behaupten
   
Fleißige Stimmenauszählung im Stader Kreishaus
 
Verhaltene Stimmung im Stader Kreishaus. Das AfD-Ergebnis schockt wohl so manchen
jd. Stade. Es kam wie erwartet: Die beiden Direktkandidaten der CDU in den Wahlkreisen 30 (Stade I / Rotenburg II) und 29 (Cuxhaven / Stade II) haben ihr Bundestagsmandat erfolgreich verteidigt. Sowohl Oliver Grundmann (WK 30) als auch Enak Ferlemann (WK 29) liegen deutlich vor ihren Herausforderern von der SPD, Oliver Kellmer und Susanne Puvogel. 
Von einem spannenden Wahlkrimi war an diesem Abend im Stader Kreishaus kaum die Rede. Zu eindeutig waren die Ergebnisse, die im zum Wahlstudio umfunktionierten Sitzungssaal „Elbe“ per Beamer an die Wand geworfen wurden. Weder für Grundmann noch für Ferlemann war das Ticket nach Berlin auch nur annähernd gefährdet. Die Zahlen, die aus den Kommunen im Kreishaus eintrafen, sprachen für sich: Die CDU kann sich trotz des schlechten Bundesergebnisses in der Niederelbe-Region behaupten - und das mit Ergebnissen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Grundmann und Ferlemann zeigten sich zufrieden mit diesen Zahlen: "Der Elbe-Weser-Raum wird künftig mehr politisches Gewicht in Berlin haben", erklärt Ferlemann in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem WOCHENBLATT: Bei der Wahlanalyse durch die Bundes-CDU werde schon genau hingeschaut, in welchen Regionen sich die Partei besonders gut behauptet hat. "Die Menschen hier vor Ort haben wahrgenommen, wie sehr sich ihre Direktkandidaten engagieren", meint Grundmann. Das vergleichsweise gute Wahlergebnis betrachte er als Bestätigung seiner Arbeit.
Gefeiert wurde von den Christdemokraten tüchtig, aber nicht im Kreishaus, sondern im Stader Ratskeller: In dem historischen Gemäuer hatte Oliver Grundmann seine Anhänger, Freunde, Wahlkampfhelfer und politischen Weggenossen um sich geschart. Die Stimmung im Ratskeller war bestens. Als gegen 19.30 Uhr Grundmanns Sieg so gut wie feststand, brandete Beifall seitens der rund 200 versammelten CDU-Anhänger auf. Feierlaune herrschte auch im Bistro MarC5 in Cadenberge (Kreis Cuxhaven), der Wahlparty-Location von Enak Ferlemann.
Eher verhalten ging es ein paar Straßen weiter in der Stader Seminarstraße zu, wo SPD-Kandidat Oliver Kellmer mit seinen Genossen den Wahlabend verbrachte. In den Reihen der Sozialdemokraten machte sich nach dieser Wahlschlappe Ernüchterung breit. Die Hoffnung der SPD, allen Prognosen zu trotzen und ein besseres Ergebnis zu holen als die Demoskopen vorhergesagt haben, hat sich zerschlagen. Im Gegenteil: Es kam noch schlimmer. Dabei hatte Kellmer sich persönliche Chancen ausgerechnet, Grundmann zu schlagen.
Er hatte darauf gesetzt, dass Grundmann diesmal viele Erststimmen an die Direktkandidaten von FDP und AfD verliert. Doch diese Rechnung ging nicht auf: Der CDU-Bundestagsabgeordnete muss nur ein Minus von lediglich drei Prozentpunkten hinnehmen. Kellmer hingegen büßte im Vergleich zu 2013 fast neun Prozentpunkte ein.
Für Kellmer, der bereits vor vier Jahren gegen Grundmann unterlag, sind jetzt die bundespolitischen Ambitionen endgültig ad acta gelegt: Sein Listenplatz 23 reicht bei weitem nicht, um auf der niedersächsischen Landesliste in den Bundestag einzuziehen. Der Stader SPD-Kommunalpolitiker hatte im Vorfeld bereits angekündigt, sich bei der nächsten Bundestagswahl nicht wieder um ein Direktmandat zu bewerben, falls er dieses Mal erneut den Kürzeren ziehen sollte. "Dabei bleibt es auch", erklärte Kellmer am Wahlabend gegenüber dem WOCHENBLATT. In vier Jahren müsse die nächste Generation in seiner Partei antreten.
Kellmer will sich nun auf den Landtagswahlkampf konzentrieren und die beiden SPD-Kandidaten auf der Ziellinie unterstützen: "Das ist schließlich meine Aufgabe als Ortsvereinsvorsitzender. Heute Abend werden wir noch beginnen umzuplakatieren."
















Die Ergebnisse aus den Wahlkreisen 29 und 30:

(In Klammern Ergebnisse 2013)


WAHLKREIS 30 (vorläufiges amtliches Endergebnis)

Erststimmen:
Oliver Grundmann (CDU):  44,41 % (47,61%)  - ist direkt gewählt
Oliver Kellmer (SPD): 28,21% (37,11%)
Ralf Poppe (Grüne): 6,99 %
Klemens Kowalski (Linke): 5,26%
André Grote (FDP): 5,79 %
Astrid zum Felde (AfD): 8,30 %
Richard Klaus (Piraten): 0,88%
Udo Knoop (Einzelbew.): 0,15%


Zweitstimmen:
CDU:  38,90 % (44,71%)
SPD:  24,56 % (30,93%)
Grüne:  8,22 %  (7,77%)
Linke:  6,28 % (4,17%)
FDP:  9,55 % (4,17%)
AfD: 8,89 % (4,52%)




WAHLKREIS 29 (vorl. amtliches Endergebnis)

Erststimmen:
Enak Ferlemann (CDU): 42,04% (46,75%) - ist direkt gewählt
Susanne Puvogel (SPD): 30,88 %
Marcel Duda (Grüne): 6,25 %
Nadije Memedi (Linke): 6,10 %
Marco Patrick Rützel (FDP): 5,01 %
Peter Würdig (AfD): 8,35 %
Lutz Mehrtens (Freie Wähler): 1,36 %


Zweitstimmen:
CDU:  37,97 % (43,90%)
SPD:  28,17% (33,48%)
Grüne:  7,05 % (7,05%)
Linke:  6,79% (4,59%)
FDP:  8,11% (3,6%)
AfD: 8,92% (3,5%)


So wurde in den Kommunen des Landkreises gewählt (Zweitstimmen): Ergebnisse liegen noch nicht vor

(In Klammern: Ergebnisse 2013)


Hansestadt Stade:
CDU: 32,97% (39,54); SPD: 25,52% (34,06); Grüne: 9,20% (8,98); Linke:  8,08% (4,95); FDP: 9,96% (4,25); AfD: 10,34 % (4,54); 

Hansestadt Buxtehude:
CDU: 32,64 % (38,98); SPD: 24,91 % (32,51); Grüne: 10,85 % (9,95); Linke: 7,89 % (5,40); FDP: 10,52 % (4,20); AfD: 9,23 % (4,99);

SG Harsefeld:
CDU: 41,97% (48,08); SPD: 23,39% (27,72); Grüne: 6,81% (6,56); Linke: 5,50% (3,40); FDP: 8,79% (3,99); AfD: 9,09% (6,32); 

SG Apensen:
 CDU: 44,82 % (44,69); SPD: 25,92 % (30,49); Grüne: 7,68% (7,40); Linke: 5,10% (4,33); FDP: 6,01% (3,84); AfD: 9,26% (5,50); 

SG Horneburg: CDU: 35,64% (42,39); SPD: 25,31% (32,70); Grüne: 8,26% (7,61); Linke: 6,58% (4,61); FDP: 10,27% (3,94); AfD: 9,83% (4,58); 

Gem. Jork: CDU: 38,95% (45,91); SPD: 21,97 % (28,40); Grüne: 9,07% (8,28); Linke: 5,52% (3,98); FDP: 12,96% (5,19); AfD: 8,30 % (4,92); 

SG Lühe:
CDU: 38,77% (44,65); SPD: 22,94% (29,76); Grüne: 8,62% (8,30); Linke: 6,10% (3,71); FDP: 11,59% (4,91); AfD: 8,80% (5,08); 

SG Fredenbeck:
CDU: 42,22 % (48,55); SPD: 24,96 % (30,87); Grüne: 6,01% (5,68); Linke: 4,94 % (3,24); FDP: 8,89% (3,36); AfD: 9,38% (4,58); 

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SG Oldend.-Hipfo.:
CDU: 41,24% (45,23); SPD: 24,91 % (30,39); Grüne: 7,02% (7,85); Linke: 4,88% (3,53); FDP: 8,93 % (4,82); AfD: 9,73 % (3,75); 

Gem. Drochtersen:
CDU: 41,84 % (47,28); SPD: 28,38 % (33,77); Grüne: 5,18 % (5,66); Linke: 4,29% (3,07); FDP: 8,15% (3,45); AfD: 9,24% (2,96); 

SG Nordkehdingen:
CDU: 40,86 % (44,60); SPD: 29,22 % (35,60); Grüne: 5,17% (5,33); Linke: 5,36% (3,98); FDP: 7,71% (4,61); AfD: 8,84% (2,79); 




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Das WOCHENBLATT berichtete am Wahlabend direkt aus dem Stader Kreishaus.

Hier die Meldungen:


+++ 21.57 +++ Das vorläufige amtliche Endergebnis wird von Dr. Lantz verkündet: Oliver Grundmann hat das Direktmandat gewonnen.

+++ 21.51 +++ Warten auf das vorläufige amtliche Endergebnis. Es fehlen noch die Ergebnisse aus zwei Wahlbezirken in Stade und Buxtehude. Außerdem muss die Samtgemeinde Zeven noch zwei Ergebnisse beisteuern.

+++ 20.55 +++ Der Wahlsieger kommt im Kreishaus an: Oliver Grundmann holt sich die Glückwünsche von Kreiswahlleiter Dr. Eckart Lantz und Landrat Michael Roesberg ab.

+++ 20.13 +++ Es sieht danach aus, dass die AfD in der Hansestadt ein zweistelliges Ergebnis holt: Nach Auszählung von 24 von 32 Wahlbezirken liegt die AfD bei 10,33 %.
Auch in einigen anderen Kommunen liegt die Rechtspopulisten-Partei über 9 %.

+++ 20.06 +++ Die Samtgemeinde Apensen ist die erste Kommune im Wahlkreis 30, die komplett ausgezählt ist. Die CDU kommt auf 39,82%, die SPD auf 22,83%. Drittstärkste Partei wird die AfD mit 9,87%.

+++ 19.45 +++ Die Wahlverlierer erscheinen: SPD-Kandidat Oliver Kellmer schaut mit Petra Tiemann und andere Spitzen-Genossen im Keishaus vorbei. "Das ist sicher nicht das Ergebnis, das wir uns vorgestellt haben", erklärt Kellmer. Jetzt müsse man sich an den Landtagswahlkampf konzentrieren, so der Stader SPD-Ortsvorsitzende: "Noch heute Nacht werden wir mit dem Umplakatieren beginnen."

+++ 19.18 +++ Immer mehr Bürger kommen ins Stader "Wahlstudio". Auch Landrat Michael Roesberg schaut vorbei.

+++ 19.15 +++ Im Kreishaus sind zwei Wahlkämpfer der CDU eingetroffen. Ihre Wahl steht aber noch bevor: Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried kandidieren für die Landtagswahl in drei Wochen.

+++ 19.00 +++ In Hove kommt die SPD nur auf 15,97%. Die FDP (14,58 %) und die AfD (14,24 %) sind dicht dahinter. Die CDU holt 41,67%.

+++ 18.55 +++ Der erste Wahlbezirk in der Hansestadt Stade ist ausgezählt: Im Altländer Viertel holt die SPD gegen den Trend 30,48 %. Die CDU kommt nur auf 25,14 %. Die Linke haben hier mit 16,76% eine Hochburg.

+++ 18.43 +++ Im Wahlkreis 30 ist Essel am schnellsten: Die CDU kommt auf 47,10 %, die SPD auf 21,29%.

+++ 18.25 +++ Das erste Wahllokal auf dem Wahlkreis 29 hat sein Ergebnis gemeldet: In Bossel holt die CDU 40 %, die SPD kommt auf 33 %. Zwei weitere Auszählungen aus Zeven liegen im Wahlkreis 30 vor.

+++ 18.15 +++ Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber schaut vorbei. Im Kreishaus ist es weiter ruhig. Die Ergebnisse der ersten Hochrechnung sorgen für ernste Mienen.

+++ 18.08 +++ Im "Wahlstudio" des Kreishauses, dem neuen Sitzungssaal "Elbe", haben sich die ersten drei Bürger eingefunden. Vor Ort ist auch der Erste Kreisrat Dr. Eckart Lantz.

+++ 18.00 +++ Die Wahllokale sind geschlossen. Jetzt beginnt die Auszählung der Stimmen. Im Landkreis Stade ist mit ersten Ergebnissen frühestens gegen 18.30 Uhr zu rechnen.