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Ein "Großbauprojekt" im kleinen Brest

So könnte das neue Baugebiet aussehen: Das Bild zeigt einen der vier Entwürfe, die das Bremer Planungsbüro Instara vorstellen wird

jd. Brest. Mitglieder des Gemeinderates wollen bei Planungen für Neubaugebiet die Meinungen der Bürger einholen.

Ein Neubaugebiet mit nicht einmal zwei Dutzend Häusern: Das würde man in den meisten Orten als bescheidenes Bauvorhaben betrachten. Nicht so in Brest: Dort gilt der Plan, rund 3,8 Hektar für die Errichtung von bis zu 21 Einfamilienhäusern auszuweisen, bereits als Großprojekt. Schließlich würde die Einwohnerzahl um mehr zehn Prozent steigen, sofern alle Häuser gebaut werden. Am heutigen Mittwoch, 31. Juli, erfahren die Dorfbewohner, was die Gemeinde genau vorhat: Um 20 Uhr stellt Bürgermeister Dieter Tomforde die Planungen im Brester Dorfgemeinschaftshaus öffentlich vor.
Die Politiker wollen die Meinung der Bürger einholen, bevor sie im Anschluss an den Infoabend über die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschließen. Präsentiert werden vier Entwürfe des Bremer Planungsbüros Instara. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich in mehreren Details. So geht es um die Straßenführung, die Größe einzelner Grundstücke, die Lage der Ausgleichsflächen und die Anbindung an den am Baugebiet vorbeiführenden Doosthofer Weg. "Die Brester sollen in diesen Fragen mitreden", erklärt Kämmerer Ulrich Pergande, der im Harsefelder Rathaus für die Gemeinde Brest zuständig ist.
"Ich bin gespannt darauf, wie sich die Bürger einbringen und ob sich eine Diskussion entwickelt", sagt Tomforde. Er habe bewusst diesen Weg der öffentlichen Beteiligung gewählt, um Vorwürfen entgegenzutreten, die Politiker hätten das Ganze schon im stillen Kämmerchen unter sich ausgekungelt. "Es gab sogar Gerüchte, der Bürgermeister hätte sich den besten Bauplatz bereits unter den Nagel gerissen", berichtet der SPD-Mann: "Das ist natürlich Blödsinn."
Nach dem Infoabend tritt zunächst der Verwaltungsausschuss zusammen, um eine formelle Beschlussempfehlung abzugeben. Um 20.45 Uhr soll dann die öffentliche Ratssitzung beginnen, auf der der Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden soll.
Danach können potenzielle Häuslebauer beim Bürgermeister vorstellig werden: "Sofort nach der Sitzung nehme ich Reservierungen für die Bauplätze entgegen", erklärt Tomforde. Zunächst haben Brester das Zugriffsrecht. Sollten dann noch Plätze übrig sein, kommen auch Auswärtige an die Reihe.