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Hilfe für Flüchtlinge - Initiativen wollen Arbeit intensivieren

Flüchtlinge stehen oft unter starker psychischer Belastung
jd. Harsefeld. Wie lässt sich die Lebenssituation der Flüchtlinge im Landkreis Stade verbessern? Diese Frage durchzog die Info-Veranstaltung, die der Arbeitskreis Asyl und die Bürgerinitiative Menschenwürde am Mittwochabend im Hotel Meyer in Harsefeld ausrichteten, wie ein roter Faden. Gemeinsames Ziel beider Gruppen ist es, in jeder Kommune des Kreises ein Gremium aus Betroffenen, Behördenvertretern und engagierten Bürgern einzurichten, das sich für eine bessere Integration und eine menschenwürdige Behandlung von Asylbewerbern einsetzt.

Die Tatsache, dass Flüchtlingen oftmals jahrelang die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verwehrt werde, weil ihr Asylverfahren sich dahinziehe, sei "eine Schande für unser Land", betonte Dieter Kröger von der BI Menschrechte. Er kritisierte, dass diesem Personenkreis die Teilnahme an Sprachkursen und jegliche Erwerbstätigkeit verwehrt werde.

Auch die Flüchtlingspolitik der EU wurde thematisiert: Pastor Gerald Flade vom AK Asyl bezeichnete die aktuelle Regelung, nach der über ein sicheres Drittland einreisende Asylsuchende wieder zurückgeschickt werden, als unsolidarisch.

Die beiden anwesenden Behördenvertreter, Harald Polter aus Harsefeld und Timo Fischer aus Buxtehude, warben um Unterstützung: Wenn Bürger ohne Berührungsängste Mietwohnungen zur Verfügung stellen, könnten Flüchtlinge dezentral untergebracht werden.