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Kooperation über Kreisgrenze hinweg

Die Vertreter der lokalen Aktionsgruppe in der Leader-Region "Moorexpress - Stader Geest" trafen sich in Harsefeld.

Leader-Region "Moorexpress - Stader Geest" zog Bilanz - zwei Millionen Euro für Projekte.

Diese Kooperation kennt keine Kreisgrenzen: Seit 2007 ziehen sechs Kommunen an einem Strang, um die Region beiderseits des Oste-Oberlaufs voranzubringen - jeweils drei aus den Landkreisen Stade und Rotenburg. Die Gemeinden Apensen, Fredenbeck und Harsefeld (Kreis Stade) sowie Bremervörde, Geestquelle und Gnarrenburg (Kreis Rotenburg) bilden gemeinsam die Leader-Region "Moorexpress - Stader Geest".
Das "Leader"-Konzept ist ein Förderprogramm der EU, das die Akteure vor Ort unterstützt, maßgeschneiderte Programme für die Entwicklung des ländlichen Raumes zu entwerfen. Nachdem alle Fördermittel vergeben bzw. verplant worden sind, trafen sich Vertreter der Gemeinden und Vereine im Harsefelder Rathaus, um Bilanz zu ziehen.
Die Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses Ruschwedel, der Bau eines Aussichtsturmes auf dem Sauensieker Lithberg, die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle Kutenholz, die Erweiterung des Wegenetzes im Harsefelder Klosterpark sowie die Errichtung eines Kultur- und Jugendzentrums in Apensen - das sind Beispiele für Maßnahmen, die mit Hilfe der Leader-Region umgesetzt wurden. Dabei floss reichlich Geld. So ist die Warte auf dem Lithberg ein echter "Förderturm": Die Baukosten in Höhe von 134.000 Euro wurden zu zwei Dritteln aus dem Leader-Programm bezuschusst.
"Insgesamt standen uns im Förderzeitraum 2007 bis 2013 zwei Millionen Euro zur Verfügung", berichtet Harsefelds Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann. Da er Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe ist, wird in seinem Rathaus die Abwicklung der Projekte koordiniert. Schlichtmann lobt die Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg: "Eine ideale Gelegenheit, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen."
Noch nicht in der Umsetzung, aber auf dem Weg zur Realisierung befinden sich zwei Projekte: Erstens die Radroute "Mönchsweg", die Ostern 2014 eröffnet werden soll und dann von Nordkehdingen bis Bremen führen wird. Und zweitens der Tourismusguide "Aus dem Zug in die Region": Ausflügler sollen mit Hilfe von Flyern und Handy-Apps zu den Sehenswürdigkeiten entlang der EVB-Strecke zwischen Bremerhaven und Buxtehude geführt werden.
Mit diesen "Vorzeige-Projekten" empfehle sich die Leader-Region für die nächste Förderperiode 2014-2020, meint Schlichtmann. Er geht davon aus, dass es eine harte Konkurrenz um die EU-Töpfe geben wird.