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Kreis-Politiker befassen sich mit Walkmühle in Ohrensen / Jugendeinrichtung wird womöglich an den Flecken Harsefeld übertragen

Auch die Harsefelder Pfadfinder wollen wissen, wie es mit der Walkmühle weitergeht (Foto: jd)
jd. Ohrensen. Wie geht es weiter mit der Walkmühle in Ohrensen? Mit der Zukunft der Jugendunterkunft befassen sich am morgigen Donnerstag, 12. Mai, die Landkreis-Politiker: Der Jugendhilfe-Ausschuss, der um 15 Uhr öffentlich im Stader Kreishaus tagt, hat das Thema auf Antrag der Grünen-Fraktion auf der Tagesordnung. Die Grünen wollen wissen, wie der Betrieb der Walkmühle nach Schließung des Bettenlagers im Obergeschoss fortgesetzt werden soll.

Von dem Nutzungsverbot, das die Bauaufsicht des Landkreises aufgrund von Brandschutzmängeln verhängt hat, sind vor allem die Pfadfinder betroffen. Diese nutzten die alte Mühle überwiegend für Wochenendfahrten. Daneben wurde die landkreiseigene Einrichtung an Jugendgruppen vermietet, die dort Seminare mit ökologischer Ausrichtung veranstalten. Wie berichtet, wurden die Pfadfinder von der Entscheidung der Baubehörde überrascht. Sie mussten kurzfristig nach anderen Fahrtenzielen Ausschau halten.

Nach Auskunft des Landkreises ist von einem - zunächst angedachten - Verkauf an Privatleute abgerückt worden. Laut Pressesprecher Christian Schmidt steht der Kreis in Kontakt mit dem Flecken Harsefeld. Im Gespräch sei eine mögliche Übertragung an den Flecken. "So weit sind wir längst noch nicht", sagt dazu Harsefelds Rathauschef Rainer Schlichtmann. Er hält eine Trägerschaft des Fleckens für problematisch, da sich die Mühle auf Bargstedter Gebiet befindet. Er habe aus diesem Grund die Samtgemeinde mit ins Boot geholt, so Schlichtmann.

Bevor es zu einer Entscheidung kommt, sollen die Sanierungskosten ermittelt werden. Dabei ist fraglich, wer zahlen soll. "Ich kann im Rat sicher nicht durchsetzen, ein marodes Gebäude zu kaufen, das Unsummen für die Instandsetzung verschlingt", erklärt Schlichtmann. Außerdem müsse ein tragfähiges Nutzungskonzept erarbeitet werden. Zunächst ist aber der Landkreis am Zuge. Mehr wird man wissen, wenn der Jugendhilfe-Ausschuss getagt hat.