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Kritische Fragen von CDU-Abgeordneten

Enden an einem Zaun: die Schienen der ehemaligen Bahnstrecke von Buchholz nach Hollenstedt

Politiker wollen Fakten zu Bahn-Reaktivierungsplänen haben.

(jd). Die von der rot-grünen Koalition in Hannover geplante Reaktivierung von zum Teil seit mehr als 40 Jahren stillgelegten Bahnstrecken stößt bei der Opposition auf Skepsis: Die CDU-Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke und André Bock richten nun eine kleine Anfrage an die Landesregierung. Sie wollen wissen, für welche alten Bahntrassen in der Region überhaupt Chancen bestehen, dass auf ihnen wieder Züge rollen.

Besonders kritisch sehen die beiden CDU-Politiker die mögliche Einrichtung eines Personennahverkehrs auf der Linie Buchholz-Maschen, wo derzeit nur Güterzüge fahren. Sie verweisen darauf, dass die Samtgemeinde Jesteburg und das Verkehrsministerium schon 2011 erklärt haben, nicht über den finanziellen Spielraum zu verfügen, um die zu erwartenden Defizite bei den Betriebskosten zu decken.

Von der Landesregierung möchten Schönecke und Bock erfahren, "welche neuen Erkenntnisse" zur Aufnahme dieser Strecke in die Liste der zu überprüfenden Bahnlinien geführt haben.

Auch die Kostenfrage wollen die beiden Christdemokraten geklärt wissen: Nach den Plänen aus Hannover sollen sich Kreise und Kommunen zu 25 Prozent an den Investitionskosten beteiligen, wenn eine alte Bahnstrecke reaktiviert wird.
Ebenfalls im Fokus der beiden Oppositionspolitiker steht die Strecke Harsefeld-Hollenstedt: Dort ist die Umnutzung des Bahndammes bereits im Gange. Die Trasse soll renaturiert werden. Schönecke und Bock fragen jetzt an, ob diese Maßnahmen auf dem Gebiet der Gemeinden Harsefeld und Sauensiek angesichts der Reaktivierungspläne der Landesregierung vorerst gestoppt werden.

Weitere Anfragen zielen auf mögliche Auswirkungen dieser Pläne ab: Schönecke und Bock sind in Sorge, dass künftig weniger Mittel in das bestehende Netz der südlichen Hamburger Metropolregion fließen werden.