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Marktstraße als Spielstraße

Die Umgestaltung der Marktstraße in eine Spielstraße wäre eine Möglichkeit, den Durchgangsverkehr zu reduzieren
jd. Harsefeld. Der starke Verkehr in der Harsefelder Marktstraße erregt weiter die Gemüter: Nach den Berichten im WOCHENBLATT über das nach wie vor hohe Fahrzeugaufkommen in der kleinen Shopping-Meile des Geestfleckens und das manchmal rücksichtslose Verhalten der Autofahrer meldeten sich mehrere Harsefelder. Sie berichteten über ähnliche Erlebnisse wie der Geschäftsinhaber Matthias von Hein, der aus zahlreichen Gesprächen mit seinen Kunden weiß, dass die jetzige Situation in der Marktstraße vor allem für Fußgänger höchst unbefriedigend ist. Mit einem konstruktiven Lösungsvorschlag wandte sich jetzt der Harsefelder Dr. Norbert Schätz an die Redaktion: Er regt an, aus der Marktstraße eine sogenannte Spielstraße zu machen.

Ganz und gar nicht teilt Schätz die Einschätzung des im WOCHENBLATT zitierten Planers, dass ein erheblicher Teil des Autoverkehrs in der Marktstraße durch die Kunden der in der Ortsmitte befindlichen Geschäfte verursacht werde.

Nach seiner Ansicht verstopft fast ausschließlich der Durchgangsverkehr die mitten durch den Ort führende Straße. Ein Stau zur Rush Hour sei dort die Regel, so Schätz. Den Tipp des Planers, beim Einkaufen häufiger aufs Rad zu steigen, findet er absurd: "Sollen Senioren oder Hausfrauen mit Kindern ihren Einkauf mit dem Fahrrad heimtransportieren?"

Hinsichtlich der im vergangenen Jahr vorgenommenen Neugestaltung der Marktstraße spricht Schätz von "geplantem Unsinn". So sei die Schaffung von Engstellen, um die Autofahrer auszubremsen, gründlich misslungen. Statt zu stoppen würden die Pkw-Lenker auf den Fußweg ausweichen. "Solche Fehlplanungen gefährden die Fußgänger", meint Schätz.

Aber auch die Radfahrer sind ihm ein Dorn im Auge: Obwohl die Marktstraße Tempo-30-Zone sei und daher ausnahmslos auf der Fahrbahn geradelt werden müsse, halte sich kaum jemand an diese Vorschrift, so Schätz. Er beobachte immer wieder rücksichtslose Radfahrer, die auf dem Gehweg rasen und so Passanten in Bedrängnis bringen. "Dieses Fehlverhalten wird sogar noch auf der Harsefelder Homepage gezeigt", wundert sich Schätz: "Das ist doch ein Witz."

"Dabei wäre eine sinnvolle Lösung doch so einfach", meint Schätz. Sein Vorschlag: Marktstraße, Mittelstraße und Kirchenstraße zu einer Spielstraße zu deklarieren. Damit würde sich die Situation für die Fußgänger erheblich verbessern: Sie dürften die Straßen in ihrer gesamten Breite nutzen, während Autos Schritttempo fahren müssten.
Doch solange es dem Durchgangsverkehr weiterhin so leicht gemacht werde, durch die Harsefelder Ortsmitte brausen, werde sich für die Fußgänger nichts zum Besseren wenden, so Schätz' Resümee.