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Neue Rettungswache: Stader Kreis-Verwaltung legt Politik Standort-Vorschläge vor

Die Politik muss jetzt entscheiden, wo die Rettungswagen künftig stationiert werden Foto: tk/Archiv
jd. Harsefeld/Stade. Die Planungen des Landkreises für die neu zu bauenden Rettungswachen gehen in die heiße Phase. Der Politik liegt jetzt ein Papier der Verwaltung vor, in dem mögliche Standorte aufgelistet sind und deren Eignung geprüft worden ist. Neben Drochtersen und Horneburg geht es auch um die Samtgemeinde Harsefeld. Wie berichtet, hat sich die Bargstedter DRK-Wache nach der Expertise eines Gutachters als ungeeignet erwiesen. Die Wache lässt sich nicht erweitern und zudem ist die Lage ungünstig: Nicht alle Orte im Einzugsbereich lassen sich von dort im Notfall in der vorgegebenen Zeit von 15 Minuten erreichen.

Die zuständige Kreis-Dezernentin Nicole Streitz bestätigte auf WOCHENBLATT-Nachfrage, dass sich der Ausschuss für Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten auf seiner Sitzung am morgigen Donnerstag mit dem Thema befasst - allerdings im nicht-öffentlichen Teil. Der Ausschuss werde über "konkrete Optionen zu einzelnen Grundstücken" beraten, so Streitz. Daraus könnten sich dann Vertragsverhandlungen mit den Eigentümern ergeben. Diese Angelegenheit sei daher "strikt vertraulich zu behandeln".

Nach Auskunft von Streitz hat der Landkreis für alle drei Kommunen insgesamt 30 Standort-Vorschläge zusammengetragen. Diese Vorschläge würden zum Teil aus der Politik aber auch von Bürgern stammen. Die möglichen Standorte seien einer Bewertung unterzogen worden: Als Kriterien habe man u.a. die Grundstücksgröße, die Möglichkeiten im Rahmen der örtlichen Bauleitplanung und die Entfernung zum vom Gutachtern empfohlen Idealstandort herangezogen, so die Dezernentin: "Aus dieser Bewertung ergeben sich für jede Rettungswache drei bis vier geeignete Standortalternativen." Details könne sie auch für Harsefeld nicht nennen. Grundstücksfragen seien vertraulich.

Während die Kreisverwaltung Zurückhaltung übt, sind in Harsefeld bereits mögliche Standorte im Gespräch. Nach WOCHENBLATT-Informationen stehen Grundstücke auf der Landkreis-Liste, die sich im Bargstedt (Gewerbegebiet), Ohrensen (Dorfgemeinschaftshaus) sowie in Harsefeld (direkt an der Aue-Brücke) befinden. Im Gespräch soll auch eine Wiese an der Abzweigung der Straße nach Ohrensen von der L124 sein.