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Parken und Radeln als Problem: Harsefelder Herrenstraße soll saniert werden

Die Herrenstraße aus der Luft. Die gepunktete Linie stellt den Sanierungs-Abschnitt dar
jd. Harsefeld. Sie ist neben der Friedrich-Huth-Straße die meistbefahrene Straße im Ort und sie befindet sich in einem nicht sonderlich guten Zustand: Die Harsefelder Herrenstraße soll in den kommenden Jahren saniert werden. Da sie den Status einer Landesstraße hat, ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr federführend - und übernimmt auch einen Großteil der Finanzierung. Der Flecken Harsefeld muss sich an den Kosten des kombinierten Geh- und Radweges beteiligen. Daher ist die Straßenerneuerung auch ein Thema für die Harsefelder Politik. Kürzlich wurde im Bauausschuss darüber debattiert. Für Kontroversen sorgten vor allem zwei Punkte: Radfahrer und Parkplätze.

Bis zu 10.000 Autos rollen täglich durch die Herrenstraße. Nach Ansicht der Landesbehörde zu viele, um die Radfahrer künftig auf der Straße fahren zu lassen. Genau das wollten die Grünen: Sie möchten, dass die Radler in der Herrenstraße einen sogenannten Schutzstreifen auf der Fahrbahn erhalten. Doch Behörden-Vertreter Peter Meyer machte im Ausschuss deutlich, dass er keinen Ermessensspielraum sieht: Sollen die Radler auf die Straße, dürften nicht als mehr 3.000 Fahrzeug pro Tag unterwegs sein, in begründeten Sonderfällen höchstens 8.000.

Die Mehrheit entschied sich daher für die Radwege-Lösung. Diese lehnt sich an die Situation in der Friedrich-Huth-Straße an. Die Fahrbahn soll mit einer Breite 6,50 von Metern schmaler ausfallen als bisher. Der Platz wird benötigt, um auf beiden Seiten mindestens 2,50 Meter breite Rad- und Fußwege zu schaffen. Im Gegensatz zur jetzigen Praxis dürfen die Radwege dann nicht mehr beidseitig befahren werden: Nach dem Leitfaden der Landesbehörde gilt auch für Radler ein "Rechtsfahrgebot".

Darauf müssen sich künftig die Schüler einstellen. Sie benutzen derzeit vor allem die "Klosterpark-Seite", um mit ihren Drahteseln Richtung Ortsmitte zu gelangen. Seitens der Verwaltung werden nun alternative Routen durch den Klosterpark vorgeschlagen.

Weitgehend erhalten bleiben sollen die Parkplätze an der Herrenstraße. Diese befinden sich von der Ortsmitte aus betrachtet fast alle auf der linken Seite. Seitens des Betreibers eines Pizza-Lieferdienstes war gewünscht worden, drei Parkplätze auf der anderen Straßenseite vor seinem Laden zu schaffen. Damit würden wegen der nicht schmalen Straßenführung aber gegenüber einige Stellflächen wegfallen. Unterm Strich gäge es dann nur 26 statt 31 Parkplätze. Das machte die Ausschuss-Mehrheit von CDU und FWG nicht mit: Der Pizzamann muss ohne Parkplätze vor seinem Haus auskommen.