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Stimmzettel stapeln sich: In den Kommunen laufen Vorbereitungen für die Kommunalwahl am 11. September auf Hochtouren

Hüter der Stimmzettel: Harald Polter (Foto: jd)
 
Drei Farben gibt es in der Samtgemeinde Harsefeld (Foto: jd)
(jd). Die Kandidaten lächeln von großflächigen Plakaten und die Parteien wetteifern um die eingängigsten Slogans: Es ist kaum zu übersehen, dass die "heiße Phase" des Kommunalwahlkampfes begonnen hat. Auch hinter den Kulissen tut sich einiges: Beim Landkreis sowie in den Städten und Gemeinden laufen die Vorbereitungen für den alle fünf Jahre stattfindenden Urnengang auf Hochtouren. So sind im Harsefelder Rathaus rund drei Wochen vor der Wahl die logistischen Weichen weitgehend gestellt. Dort kümmert sich Harald Polter vom Fachbereich "Ordnung" um den reibungslosen Ablauf des Wahl-Prozederes. So hat er breitere Wahlkabinen geordert, damit die Wähler auch die Stimmzettel für die Kreistagswahl ungefaltet vor sich ausbreiten können. Die blauen Maxi-Zettel haben immerhin eine Breite von 84 Zentimetern.

"Viel breiter geht es dann auch nicht mehr", sagt Polter. Ein paar Zentimeter mehr seien die Druckereien am Ende ihrer Möglichkeiten. Im Wahlbereich 4, zu dem Harsefeld gehört, treten elf Parteien, Wählervereinigungen und Einzelbewerber an. "Damit sich niemand benachteiligt fühlt, sind alle Wahlvorschläge nebeneinander und nicht untereinander abgedruckt", erläutert Polter. Nicht ganz so in die Breite gehen die Stimmzettel auf kommunaler Ebene. Die Samtgemeinde liegt bei 60 Zentimetern und bei den Mitgliedsgemeinden ist es zum Teil noch erheblich weniger. Es gilt die banale Regel: Je kleiner die Kommune, umso weniger Parteien treten an. Praktisch ist es in Brest: Dort reicht das handliche DIN-A4-Format, da sich alle Kandidaten in einer Bürgerliste zusammengefunden haben.

Im Harsefelder Rathaus sind bereits alle Stimmzettel eingetroffen. Wer am Wahltag am 11. September keine Zeit hat, kann dort schon vorab sein Kreuzchen machen. Aus der Druckerei kommen die Zettel in dicken Abreiß-Blöcken. Polter hat ein derzeit leerstehendes Büro in Beschlag genommen, um dort die bunten Papierstapel zu verwahren. Aufeinandergetürmt würden sie locker bis zur Decke reichen. In der Samtgemeinde Harsefeld erhält jeder Wähler drei Stimmzettel: für den Kreistag sowie für den Samtgemeinde- und den Gemeinderat. Bei rund 17.500 Wahlberechtigten kommt eine Menge Papier zusammen.

Doch etwa die Hälfte der Stimmzettel wird ungenutzt bleiben: Bei der Kommunalwahl 2011 lag die Wahlbeteiligung kreisweit bei 52 Prozent. Da die Wahlmüdigkeit eher zu- und nicht abnimmt, dürfte der Wert auch diesmal kaum höher liegen. Aber auch die nicht verwendeten Stimmzettel werden noch einer sinnvollen Verwindung zugeführt: Sie gehen als Malpapier an die örtlichen Kindergärten - in gewisser Weise auch eine Methode, Kinder an demokratische Prinzipien heranzuführen.


Landrat: Wahlrecht ist ein hohes Gut
Landrat Michael Roesberg hat die rund 160.000 Wahlberechtigten im Kreis Stade dazu aufgerufen, ihr Stimmrecht zu nutzen. Gerade bei den Kommunalwahlen gelte der Grundsatz "Bürger wählen Bürger". Per Abstimmung Einfluss auf die Politik zu nehmen, sei eines der höchsten demokratischen Güter, so Roesberg: "Vor diesem Hintergrund sollten wir das Wahlrecht mit Respekt durchaus als Bürgerpflicht ansehen und zur Wahl gehen."

Wahlberechtigt sind alle Bundes- und EU-Bürger ab 16 Jahren, die mindestens drei Monate im Landkreis wohnen. Es dürfen bis zu drei Kreuze gemacht werden: Die Stimmen können auf einen Wahlvorschlag bzw. Bewerber konzentriert ("kumulieren") oder auch einzeln verteilt werden ("panaschieren").