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Uneins über "i-Tüpfelchen"

Betriebsleiter Michael Wege (re.) und Harald Müller vom Bauamt begutachten die sanitären Anlagen

jd. Harsefeld. Freibad wird bis 2014 komplett saniert sein / Neues Vordach ist umstritten.

Das Harsefelder Freibad wird im kommenden Jahr komplett in neuem Glanz erstrahlen: Nach Ende der diesjährigen Badesaison soll der letzte von drei Sanierungsabschnitten angepackt werden. Der Bauausschuss gab jetzt grünes Licht für die rund eine halbe Million Euro teure Modernisierung des Gebäuderiegels, in dem Kiosk, Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen untergebracht sind. Ob der Eingangsbereich - wie ursprünglich geplant - ein neues Vordach erhält, soll bis zum Herbst geklärt werden.
Rund drei Millionen Euro hat die Samtgemeinde Harsefeld bislang investiert, um das 42 Jahre alte Bad technisch auf den neuesten Stand zu bringen und es attraktiver für die Besucher zu machen. Unter anderem wurde das zuvor eher langweilige Nicht-Schwimmerbecken zu einem Fun- und Wellness-Bereich mit Wasserrutschen und Sprudeldüsen "aufgepeppt".
Ganz und gar nicht zu dem runderneuerten Image passt der veraltete Umkleide- und Sanitärbereich. Betriebsleiter Michael Wege und Hochbau-Experte Harald Müller vom Bauamt nahmen das Gebäude kürzlich genauer unter die Lupe und stellten zahlreiche Mängel fest - darunter feuchte Decken, marode Rohre sowie kaputte Toiletten-Trennwände. Die Politiker stimmten Müllers Vorschlag zu, den gesamten Trakt zu entkernen und innen von Grund auf zu sanieren.
Im Kioskbereich geht es vor allem die Fenster und das Mauerwerk: Die teilweise bereits verrotteten Holzrahmen werden durch pflegeleichte Modelle aus Kunststoff ersetzt. Zudem soll die Außenmauer mit rotem Klinker verblendet werden. Geplant ist, die Sanierungs-Arbeiten bis April 2014 abzuschließen.
Als "Kür" bezeichnet Müller die beabsichtigte Neugestaltung des Eingangsbereiches. Die Notwendigkeit ist allerdings bei den Politikern umstritten. Für die einen wäre ein schickes Vordach über dem Eingang das "i-Tüpfelchen" bei der Bad-Sanierung, während andere diese rein optische Maßnahme für überflüssig halten. Sie scheuen die damit verbundenen Kosten in Höhe von rund 100.000 Euro. Nun ist vorgesehen, die Badegäste zu diesem Thema zu befragen.