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Wird noch eine Kita gebaut? Kinderbetreuung ist in Harsefeld weiter großes Thema

Die Kita-Betreuung steht in Harsefeld mal wieder auf der Tagesordnung Foto: Stadtmarketing/Andreas Dittmer
jd. Harsefeld. Der Bedarf an Kinderbetreuung steigt in Harsefeld weiter. Die Gemeinde will darauf reagieren: "Wir ziehen in Erwägung, einen weiteren Kindergarten zu bauen", sagt Rathauschef Rainer Schlichtmann. Vor allem im Krippen-Bereich gebe es schon jetzt wieder zahlreiche Neuanmeldungen für das nächste Kita-Jahr. Um dauerhaft ausreichend Plätze anbieten zu können, sei wahrscheinlich ein Neubau erforderlich. Bis dieser realisiert werde, könne man übergangsweise Kapazitäten in der Rosenborn-Grundschule schaffen.

"Geplant ist eine Vier-Gruppen-Kita", sagt Schlichtmann. Die Standort-Frage sei aber noch nicht geklärt. Es gebe mehrere gemeindeeigene Flächen, die sich eignen würden. Laut Schlichtmann werden sich im März die politischen Gremien auf Sondersitzungen mit dem Thema befassen. Vor Ostern will Schlichtmann gegebenenfalls konkrete Beschlüsse vorliegen haben, damit in die konkrete Planung gegangen werden kann.

Probleme sieht Schlichtmann nach wie vor bei der Hortbetreuung. Zum neuen Schuljahr muss der Flecken 20 zusätzliche Plätze schaffen. "Es ist weiter ein Ärgernis für uns, dass wir für Hortzwecke keine Klassenräume nutzen dürfen, obwohl diese nach Schulschluss leer stehen." Der Samtgemeinde-Bürgermeister hofft auf einen neuen Anlauf der Kommunen beim Land. Womöglich lasse sich mit der neuen rot-schwarzen Landesregierung doch etwas in dieser Hinsicht bewegen. "Warum sollen wir Räume für einen Hort bauen, wenn nachmittags Klassenräume zur Verfügung stehen?"

Schlichtmann und sein Vize Bernd Meinke, der für den Bereich Schulen zuständig ist, favorisieren aber grundsätzlich eine andere Lösung: Sie möchten erreichen, dass die beiden Grundschulen in Harsefeld mittelfristig Ganztagsschulen werden. Für den Neubau der Rosenborn-Grundschule ist ein entsprechendes Raumkonzept bereits vorgesehen und die Feldbuschschule könnte die dortigen Kita-Räume übernehmen.

Wie berichtet, muss die Gemeinde allerdings noch Überzeugungsarbeit bei den Schulleitungen und den Lehrerkollegien leisten. Meinke wundert sich, dass aus den Reihen der Elternschaft nicht mehr Druck auf die Schulen ausgeübt wird: "Für einen Hortplatz müssen Elternbeiträge gezahlt werden, für eine Ganztagsschule werden hingegen keine Gebühren erhoben."

Schlichtmann und Meinke waren kürzlich in Buxtehude, um sich das dortige Modell der Ganztagsbetreuung an den Schulen zu informieren. Dort garantiert die Stadt eine optimale pädagogische Betreuung nach dem eigentlichen Unterricht. Schlichtmann zeigt sich beeindruckt: "Dieses Modell der Offenen Ganztagsgrundschule ist optimal. Das haben die Buxtehuder wirklich vorbildlich umgesetzt."