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Zusammen mehr erreichen: Bliedersdorf und Nottensdorf wollen zusammenwachsen

Nottensdorfs Bürgermeister Dierck Heins und Blidersdorfs Bürgermeister Rainer Schulz wollen gemeinsam mehr erereichen (Foto: lt/MSR)
lt. Nottensdorf/Bliedersdorf. Gemeinsam erreicht man oft mehr als alleine. Das haben auch die Bürgermeister der Gemeinden Nottensdorf und Bliedersdorf, Dierck Heins und Rainer Schulz, erkannt. Wie berichtet, bewerben sie sich um die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen. Ziel ist es, künftig Projekte umzusetzen, die beiden Gemeinden zugute kommen, für eine Gemeinde alleine aber finanziell nicht zu realisieren wären.
In Arbeitsgruppen soll u.a. über das Thema Baggersee am Schragenberg diskutiert werden. Wenn die Firma Bunte in den kommenden Jahren ihren Sandabbau beendet habe, sollten die Gemeinden ein Konzept für eine mögliche Nutzung des Areals fertig haben, sagt Dierck Heins. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Konflikte, weil Badegäste sich unerlaubt auf dem Privatgelände aufhielten.
Dringenden Handlungsbedarf sieht der Bürgermeister außerdem beim Thema Grundschulen. Die Überlegung, beide Schulen zusammenzulegen, steht schon länger im Raum. Fakt sei, dass es die demographische Situation nicht hergebe, an beiden Grundschulen jeweils vier Klassen zu füllen. Deshalb werden die Schüler aus beiden Gemeinden derzeit jeweils zwei Jahre in Bliedersdorf und zwei Jahre in Nottensdorf unterrichtet.
Rainer Schulz könnte sich zudem vorstellen, dass die beiden Gemeinden zusammen eine Sporthalle bauen und womöglich eine Spielgemeinschaft bilden. Vorher müsse die Ortsverbindungsstraße zwischen Bliedersdorf und Nottensdorf endlich ausgebaut werden. Bislang gibt es hier weder Rad- noch Fußweg.
Einig sind sich die Bürgermeister darüber, dass die Zusammenarbeit auch dann verstärkt werden soll, wenn der Förderantrag abgelehnt werden sollte. "Wir haben die gleichen Ziele und sprechen die gleiche Sprache", sagt Rainer Schulz.
Die Bürgermeister betonen auch, dass die Arbeitsgruppen kein verlängerter Arm der Ratsarbeit sind, sondern aus Bürgern bestehen, die sich genau mit den Projekten beschäftigen, die für sie interessant sind.
Derzeit kümmert sich eine Redaktionsgruppe aus Bürgern beider Gemeinden um die Bewerbung, die bis zum 1. August abgegeben werden muss. Eine Entscheidung wird im Frühjahr 2018 bekannt gegeben.