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Zehnkämpfer Max meldet sich zurück

Platz sieben nach langer Verletzunspause - Zehnkämpfer Nils Max (Foto: Foto: oh)

Platz sieben sieben für Nils Max bei der Deutschen Meisterschaft im Zehnkampf

ig. Harsefeld. „Ich möchte beim Zehnkampf nur Spaß haben und mitmachen“, so der 19-jährige Mehrkämpfers Nils Max vom TuS Harsefeld vor dem Start bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Lage.
Die Aussage hat eine Vorgeschichte: Das Leichtathletik-Talent zog sich bei den Norddeutschen Meisterschaften im Zehnkampf Ende Juni einen schweren Muskelfaserriss zu, der zu einer Unterbrechung der bisher erfolgreich verlaufenen Wettkampfsaison führte. Max hatte sich erneut für die Deutschen Einzelmeisterschaften über 400m Hürden und 110 m Hürden in Rostock qualifiziert, konnte aufgrund der Verletzung nicht mehr teilnehmen. "Jetzt standen Ruhe, Reha und Aqua Jogging auf der Tagesliste ", so Betreuer Werner Klintworth.
Nach seinem fünften Platz im letzten Jahr im Zehnkampf und seiner guten Entwicklung in diesem Jahr, an der das Trainings- und Betreuungsteam mit Carsten Wetzel vom TuS Harsefeld, Landestrainer Hinrich Brockmann und TuS-Spartenleiter Werner Klintworth mitwirkte, peilte Max für dieses Jahr eine Punktzahl von 7.100 an. Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Langen war er mit viele Bestleistungen auf diesem Kurs, bis ihn in seiner Spezialdisziplin 110 m Hürdensprint ein Muskelfaserriss ereilte.
Erfreulicherweise unterstützte der Deutsche Leichtathletikverband den Antrag auf auf eine Sonderstartgenehmigung für hoffnungsvolle Nachwuchsathleten - und erteilte das Startrecht. Drei Wochen vor dem Wettkampf in Lage begann der Harsefelder wieder mit leichtem Training. Klintworth: "Nils trainierte fast nur leichtes Sprinten ohne Spikes und einige Würfe. Hürdensprint traute er sich noch nicht zu." Trotz dieser Defizite wollte er unbedingt bei den "Deutschen" in der Königsdisziplin starten.
Seine Ergebnisse am ersten Tag können sich sehen lassen: 100 m - 12,01 sec., Weit - 6,49 m, Kugel 12,60 m, Hoch - 1,88 m, 400 m - 52,44 sec. Der zweite Wettkampftag begann mit dem 110 m Hürdensprint. Der Lauf verlief technisch sauber. Die Zeit war aber eine Sekunde (15,84 sec.) unter seiner Bestleistung, damit rund 80 Punkte weniger als zu früheren Zeiten. Es folgten 35,68 m im Diskuswurf und eine persönliche Bestleistung im Stabhochsprung mit 4 m. 55,05 m im Speerwurf bedeuteten neue Bestleistung und der Sprung von Platz 18 auf Rang acht. Im abschließenden 1.500 Lauf blieb der Zehnkämpfer zwar unter der vom Betreuungsstab angepeilten Zeit (4:56,88 sec.), rückte dennoch auf Podest-Platz sieben vor. "Ein Ergebnis, mit dem wir unter diesen Umständen nicht rechnen konnten", so Klintworth.