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Gewinne werden investiert

Lieber grün-gestreift als kleinkariert: Hans-Jürgen Brunkhorst, Henning Ehlers, Ralf Löhden und Axel Lohse (v.li.) bilden die Führungsspitze der Stader Saatzucht
jd. Harsefeld. Generalversammlung der Stader Saatzucht: Genossenschaft steckt erhebliche Summen in die Modernisierung. Die größte Agrar-Genossenschaft in der Region blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013/14 zurück. Die Stader Saatzucht erzielte mit 298 Millionen Euro den bisher höchsten Umsatz in der Firmengeschichte - obwohl die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kartoffeln oder Milch in den vergangenen Monaten rückläufig waren. Unterm Strich bleibt dem Unternehmen, das hauptsächlich im Elbe-Weser-Dreieck und in der Nordheide tätig ist, ein Gewinn von knapp 2,2 Millionen Euro. "Wir stecken die Erlöse weiter konsequent in die Modernisierung", erklärte Co-Vorstandssprecher Axel Lohse jetzt auf der Generalversammlung der Stader Saatzucht in der Harsefelder Festhalle.

Eines der Kerngeschäfte ist seit jeher der Futtermittelhandel. Gerade in diesem Bereich hat die Stader Saatzucht, die rund 470 Mitarbeiter beschäftigt, erheblich investiert. So wurde das Futtermittelwerk in Apensen erweitert und technisch an die heutigen Belange angepasst.

Aber auch in anderen Geschäftsfeldern agiert die Genossenschaft zielstrebig und immer mit dem Blick nach vorn gerichtet. Rund 24 Millionen sollen bis 2017 an Investitionen getätigt werden, so Hans-Jürgen Brunkhorst, der gemeinsam mit Lohse das Unternehmen leitet. Ein Beispiel für den erfolgreichen Expansionskurs ist der Bereich des ländlichen Warenhandels: Vor Kurzem hat die Stader Saatzucht in Schneverdingen ihren 18. Raiffeisen-Markt eröffnet.

Damit zählt das Unternehmen zu den größeren Nahversorgern in der Region.
Ein weiteres wichtiges Standbein ist mittlerweile der Energiesektor. Auch dort hat sich einiges getan: Das Tankstellennetz wurde weiter ausgebaut, sodass die Stader Saatzucht inzwischen über 22 Stationen verfügt. Nachdem man vor drei Jahren in das Gasgeschäft eingestiegen ist, wird nun auch Strom angeboten - und zwar über die Raiffeisen Energie GmbH.

Ab sofort mischt die Stader Saatzucht auch auf einem Markt mit, der nach wie vor wächst: dem Online-Handel. Gemeinsam mit anderen Raiffeisen-Genossenschaften wurde ein Webshop eingerichtet, so dass die Kunden nun auch per Mausklick einkaufen können. Das Zentrallager befindet sich im westfälischen Münster. Dort werden die Bestellungen erfasst und deutschlandweit verschickt.

Trotz der tiefen Verwurzelung in der Region ist die internationale Vernetzung ein großes Thema: Die Stader Saatzucht kooperiert im Pflanzkartoffel- und Futtermittel-Bereich über Beteiligungsunternehmen mit Partnern in ganz Europa und in Nordamerika.

Künftig drei Vorstandsmitglieder

Aus dem Führungs-Duo der Stader Saatzucht wird künftig ein Trio: Zum 1. Januar 2015 erweitert die Genossenschaft ihren Vorstand um ein drittes Mitglied. An die Seite der beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Axel Lohse und Hans-Jürgen Brunkhorst tritt der Agrar-Ingenieur und Betriebswirt Ralf Löhden. Das gab der Aufsichtsrats-Vorsitzende Henning Ehlers auf der Generalversammlung bekannt. Löhden war nach seiner kaufmännischen Ausbildung bei der Stader Saatzucht und einem anschließenden Studium zunächst im privaten Landhandel tätig. Nach seiner Rückkehr zu der Stader Genossenschaft übernahm er mit großem Erfolg die Leitung der Abteilung für Futtermittel und Getreide.