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Mit E-Auto auf Liefertour: Jan Meibohm bringt seine Waren mit einem "Stromflitzer" zu den Kunden

Jan Meibohm betankt sein Elektro-Auto Foto: jd
jd. Harsefeld. Sozusagen "auf leisen Sohlen" ist Jan Meibohm unterwegs: Der Inhaber des Edeka-Marktes in Harsefeld liefert seine Waren seit einiger Zeit mit einem Elektroauto aus. Strom tanken ist für ihn kein Problem: Auf dem Parkplatz vor seinem Getränkemarkt hat Meibohm mit Unterstützung der EWE seine eigene Elektro-Zapfstelle installiert. Damit bietet der Einzelhändler einen zusätzlichen Service an: E-Autofahrer können den Akku ihres Wagens an einer der beiden Ladestationen wieder auf volle Leistung bringen.

Der Slogan passt: "Sauber geliefert", steht auf dem Nissan Kleintransporter, mit dem der Ladeninhaber bestellte Waren zu seinen Kunden bringt. In Zeiten der Feinstaub-Debatten muss sich Meibohm bei seinem Elektro-Lieferwagen keine Gedanken machen, was aus dem Auspuff kommt. Den gibt es ja nicht. Meist sitzt der Chef höchstpersönlich hinterm Lenkrad: "Der Wagen fährt sich toll und hat viele angenehme Extras wie etwa eine Lenkradheizung."

Rund 120 Kilometer kann Meibohm mit einer vollen Akkuladung fahren: "Das reicht aus, um unser Liefergebiet abzudecken." Hauptsächlich steuere er Adressen in der Samtgemeinde Harsefeld an. Zu seinen Kunden würden auch viele Senioren zählen: Mit dem Service ermögliche man es letztlich, dass ältere Menschen länger in den eigenen vier Wänden wohnen können, ohne sich mit größeren Einkäufen zu belasten. Gerade diese Kundschaft habe anfangs über die neue Technik gestaunt: "Eine Dame meinte fast vorwurfsvoll, sie höre mich gar nicht mehr, wenn ich vorfahre", berichtet Meibohm.


Er hatte sich beim Bau des vor rund einem Jahr eröffneten Getränkemarktes überlegt, eine Stromtankstelle auf dem neuen Parkplatz zu errichten. Die Idee dahinter: Wer seine Einkäufe erledigt, kann Zeit sparen, indem er parallel sein E-Mobil auflädt. Meibohm ist daher an die EWE herangetreten, die bereits mehrere E-Säulen im Landkreis Stade aufgestellt hat. Die Kosten für die Installation und den laufenden Betrieb trägt der Ladeninhaber selbst: "Im Gegensatz zu den Ladestationen in der Harsefelder Ortsmitte gab es hier keine Zuschüsse seitens der Gemeinde."

Zum Auftanken wird eine Tankkarte benötigt. E-Mobil-Besitzer, die EWE-Kunden sind, rechnen über diese Karte oder eine App direkt mit dem Stromversorger ab. Eine komplette Ladung kostet rund 3 bis 4 Euro. Wer keinen Vertrag mit der EWE hat, kann sich eine Tankkarte direkt im Getränkemarkt ausleihen. Die "Tankfüllung" für den Akku gibt es dann gratis.

Der Betrieb der Elektro-Zapfsäule ist zwar ein Zuschussgeschäft, doch das ist für Meibohm nachrangig: "Ich betrachte das als Dienstleistung für meine Kunden und habe natürlich auch den Umweltaspekt im Blick." Nachhaltigkeit sei neben Regionalität auch ein wichtiger Gesichtspunkt bei seinem Sortiment. "Da passt es hervorragend, wenn ich diese Produkte auch auf umweltfreundliche Weise ausliefere."