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Neuer Impuls für die Region

Sind sich einig beim Grundstückskauf (v.li.): Uwe Arndt und Bernd Meinke (Gemeinde Ahlerstedt) sowie Heiner und Bernd Schröder (Schröder-Gruppe)
jd. Ahlerstedt. In Ahlerstedt wird künftig mit Traktoren gehandelt: Die Firma Landmaschinen-Schröder übernimmt Fendt-Vertrieb. Der Landmaschinen-Handel in der Region erhält einen neuen Impuls: Im Herbst will die Firmengruppe Schröder eine Filiale in Ahlerstedt eröffnen, um dort Traktoren und Erntefahrzeuge der Marke Fendt zu vertreiben (das WOCHENBLATT berichtete). Die Schröder-Gruppe zählt mit 20 Standorten vornehmlich im Westen Niedersachsens sowie in einigen neuen Bundesländern zu den Großen der Branche und ist Deutschlands größter privater Fendt-Vertriebspartner. Mit dem Neubau der Ahlerstedter Niederlassung erfolgt nun der Sprung ins Elbe-Weser-Dreieck. Hier ist das Familienunternehmen ab Juli Vertriebspartner für den AGCO-Konzern, zu dem die Marken Fendt, Massey Fergusen und Fella gehören. Dass sich die Schröder-Gruppe auf den Markt zwischen Elbe und Weser ausdehnt, liegt nicht zuletzt an einer folgenschweren Entscheidung der Firma Claas, dem europäischen Marktführer bei Mähdreschern.
"Claas hat uns die Pistole auf die Brust gesetzt", erklärt Geschäftsführer Bernd Schröder: "Wir sollten künftig nur noch mit Claas-Traktoren handeln." Bislang sei sein Unternehmen wie viele andere Landmaschinen-Händler zweigleisig gefahren: Neben dem kompletten Claas-Sortiment habe man Fendt-Traktoren vertrieben. "Das war eine Kombination, die sich über Jahrzehnte bewährt hat", erklärt Schröder. Daher habe sein Unternehmen die Forderung von Claas, die guten geschäftlichen Beziehungen zu Fendt nach fast 50 Jahren abrupt zu beenden, zurückgewiesen.
So kam es wie erwartet: Der Schröder-Gruppe flatterte die Kündigung des Vertriebs für sämtliche Claas-Produkte zu Ende Juni ins Haus. Nun setzt das Familienunternehmen, das rund 500 Mitarbeiter beschäftigt, verstärkt auf Marken aus dem Hause AGCO. "Im November erhielten wir den Zuschlag von Fendt für die Vertriebsrechte in der Elbe-Weser-Region", berichtet Schröder.
Sofort habe man sich dann auf die Suche nach einem geeigneten Standort begeben und sei mit Ahlerstedt schnell fündig geworden: "Die verkehrsgünstige Lage und die angebotene Fläche passt optimal zu unseren Anforderungen", erklärt Schröder. Er lobt die Gemeinde und den Landkreis für die unbürokratische Unterstützung bei den Planungen. Nach dem Ankauf des Grundstücks drückt das Unternehmen nun auf die Tube: Spätestens im November soll Eröffnung gefeiert werden. Außer der Verkaufsausstellung sind eine Werkstatthalle und ein Ersatzteillager vorgesehen.