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20 Stunden Angst um „Shima“

Andreas und Ursula Wilhelmi mit Shima

Polizei wurde für entlaufene Ridgeback-Hündin zum Freund und Helfer

gb. Buchholz. Diese Odyssee hätte für „Shima“ böse enden können. Zwanzig Stunden lang irrte die neunjährige Rhodesian Ridgeback-Hündin zwischen Buchholz und Wennerstorf umher. Offenbar auf der Suche nach ihrem Herrchen. Das der Hollenstedter Andreas Wilhelmi (51)seine treue Hundedame dennoch wohlbehalten in seine Arme schließen konnte, ist vor allem Polizeibeamten zu verdanken. „Es ist mir ein großes Bedürfnis der Polizei ein Dankeschön für ihre großartige Hilfe auszusprechen“, sagt seine Mutter Ursula Wilhelmi. Die 79-Jährige Buchholzerin hütete den Hund ihres Sohnes, der für ein verlängertes Wochenende zum Tennisspielen in den Harz gefahren war.

Doch am Nachmittag des dritten Tages übermannte Shima, die kaum einen Tag ihres Lebens von ihrem Besitzer getrennt war, die Sehnsucht. Statt im Garten ihr Geschäft zu verrichten, nutzte die Hündin diese Gelegenheit zur Flucht aus der Buchholzer Straße „Uhlengrund“. Geschockt alarmierte Ursula Wilhelmi die Polizei und das Tierheim. „Wir tun was wir können“, versprach der diensthabende Beamte ihr am Telefon. Die uniformierten Freunde und Helfer hielten Wort. Sie leiteten jede Sichtungsmeldung von Menschen, denen der herumirrende Hund aufgefallen war, direkt an den Suchtrupp aus Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten weiter. Doch weder Streifenwagen noch Suchtrupp konnten den vor Möbel Kraft, Famila und Obi aufgetauchten Hund dingfest machen. Wie mit Scheuklappen vor den Augen rannte Shima auch in der Nähe der Steinbecker Schule vor Andreas Wilhelmis Schwester Uta davon, und überquerte später im Zickzack die B 3 bei „Hoheluft“. Trotz Dunkelheit und Nebel wurde die Suche nach Shima die halbe Nacht weitergeführt. „Zwischen hoffen und bangen habe ich um einen Schutzengel für Shima gebetet“, sagt Ursula Wilhelmi.

Erst am nächsten Vormittag gab es ein neues Lebenszeichen von Shima. Laut Polizei war die Hündin an der B3 Höhe Wennerstorf gesichtet worden. Doch auch dort entwischte der mittlerweile sichtlich erschöpfte Hund erneut. Gegen 14 Uhr kam dann der erlösende Anruf. Eine Polizeistreife hatte das mittlerweile völlig entkräftete Tier „Am Kattenberg“ in Gewahrsam nehmen können. „Shima ist für mich genau so wichtig wie ich für sie“, sagt der überglückliche Andreas Wilhelmi dankbar. Eine erneute Trennung kommt für die beiden nicht mehr in Frage.