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60 Asylbewerber erwartet

Sozialarbeiterin Verena Moldon wurde von René Maynicke (li.) und Marc Pörsch vorgestellt

Bürger informierten sich über die neue Sammelunterkunft


gb. Hollenstedt. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir Menschen aus Krisengebieten Schutz und Unterkunft bieten“. Das sagte Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme zu Beginn einer konstruktiv verlaufenen Informationsveranstaltung über die neue Asylbewerberunterkunft. Der Versammlung, an der unter anderem Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt, Kreissprecher Johannes Freudewald, die Integrationsbeauftragte Ute Köchel, sowie über 50 Bürger teilnahmen, ging eine Besichtigung der Sammelunterkunft in der Wohlesbosteler Straße voraus. Hier werden in der zweiten Novemberhälfte 58 bis 60 Flüchtlinge erwartet. Sie sollen in kleinen Wohneinheiten von vier bis sechs Personen als Selbstversorger untergebracht werden.

Die Unterkunft wird durch den privaten Anbieter Human Care betrieben. Nach Angaben seines niedersächsischen Landesbeauftragten René Maynicke und dessen Stellvertreter Marc Pörsch verfügt das Unternehmen auf diesem Sektor auf eine 30-jährige Erfahrung. Derzeit betreibt es bundesweit über 50 Einrichtungen. In Hollenstedt will Human Care zwei Personen mit der Betreuung der Asylbewerber beauftragen. Als Heimleiter wird wochentags ein Hausmeister eingesetzt, der gleichzeitig auch als Ansprechpartner fungieren soll. Als zuständige Sozialarbeiterin in Halbtagstätigkeit wurde Verena Moldon vorgestellt. Nach Dienstschluss, feiertags sowie an Wochenenden steht den Bewohnern lediglich eine Rufbereitschaft zur Verfügung.

Neben der professionellen Betreuung erhalten die Flüchtlinge auch Unterstützung durch das bereits gegründete Netzwerk von Hollenstedter Bürgern. Ihm gehören derzeit 26 Personen an. Wer mit dem Unterstützerkreis, der auch eine Kleiderkammer betreibt und Fahrradspenden sammelt, in Kontakt treten möchte, kann dies über die Gemeinde Hollenstedt, Telefon 04165-80044, oder über info@gemeinde-hollenstedt.de tun.

Um den Neubürgern den Kontakt in ihre Heimatländer zu erleichtern, kündigte Jürgen Böhme an, die Sammelunterkunft mit einem kostenlosen Internetzugang auszustatten. Über den werden Autodidakten in die Lage versetzt, über den hier gebotenen Sprachunterricht hinaus Deutsch zu lernen.