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„Autofahrer, runter vom Gas!“

Die vorgeschlagenen Kreisjägermeister und der wiedergewählte Vorstand der Kreisjägerschaft
 
Die Geehrten zwischen Norbert Leben und Rainer Rempe (li.) und Horst Günter Jagau (re.)

Kreisjägerschaft setzt auf personelle Kontinuität und nimmt Wildunfälle, Wolf und Nutria ins Visier

gb. Tostedt. „Sie tragen ganz wesentlich zum Allgemeinwohl bei, und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur.“ Mit diesen Worten grüßte Rainer Rempe die Jägerschaft des Landkreises Harburg (JHL). Der Landrat zählte ebenso zu den Gästen der JHL-Jahreshauptversammlung in der Schützenhalle Tostedt wie MdB Michael Grosse-Brömer (CDU).
Wichtiger Tagesordnungspunkt der Versammlung waren die Vorstandswahlen. Hier setzten die
rund 550 der aktuell 2031 Mitglieder der Kreisjägerschaft auf personelle Kontinuität. Einstimmig wurden Horst Günter Jagau als Vorsitzender der Jägerschaft, Klaus Harland als dessen Stellvertreter, Schatzmeister Matthias Carstens, sowie Schriftführer Hans-Hinnark Schmedt in ihren Ämtern bestätigt. Ebenfalls einstimmig und mit besonders großem Beifall begrüßt, fiel die Wahl zum Vorschlag des Kreisjägermeisters und dessen Stellvertreters aus. Hier wurden Norbert Leben und Dr. Helmuth Heins dem Kreistag zur Bestätigung in ihren Ämtern vorgeschlagen.

Inhaltlich sorgte erneut der Wolf für Aufmerksamkeit. Dessen Population wird in Niedersachsen auf 80 bis 100 Exemplare geschätzt. Kritisch betrachtet die Kreisjägerschaft des vom Umweltministerium eingerichteten und mit Tierärzten besetzten „Wolfsbüros“, das eventuelle Wolfsrisse begutachten soll. In Anbetracht dessen jährlichen Kosten von 750.000 Euro stellte Horst Günter Jagau die Frage, ob die kostengünstigere Alternative der Begutachtung durch die Jägerschaft nicht mehr ausreichend sei. Oder ob das Wolfsmonitoring vielmehr auf Druck von Umweltverbänden aus der Hand der Jäger genommen werden soll. Mit Sorge betrachten die Jäger außerdem den sprunghaften Anstieg der Nutria-Population. Von dieser aus Südamerika eingebürgerten Tierart wurden im Bereich der Elbe 230 Exemplare zur Strecke gebracht. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 30. „Hier sollten wir diejenigen ernst nehmen, die sich um unsere Deiche sorgen“, sagte Norbert Leben. Als problematisch bezeichnete der Kreisjägermeister zudem die hohen Fallwildzahlen. Deshalb richtet der Kreisjägermeister mit den Worten „Runter vom Gas“ seinen dringenden Appell an die Autofahrer Autofahrer.

Die Jagdstrecke

(gb). Ein kräftiges Waidmannsheil galt der von Kreisjägermeister Norbert Leben vorgestellten Jagdstrecke des Jagdjahres 2015/2016. Zur Strecke gebracht wurden folgende Stückzahlen (die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Fallwild):
Rotwild: Hirsche 48 (5), weiblich 80 (7); Damwild Hirsche 66 (8), weibl. 121 (3); Muffelwild Widder 13, Schafe und Lämmer 10; Schwarzwild männl. 581 (43), weibl. 553 (32); Rehwild Böcke 1716 (485), Ricken und Kitze 1385 (679); Hasen 711 (273); Kaninchen 324 (43); Füchse 1624 (138); Dachse 180 (51); Waschbären 13 (1); Marder 164 (21); Iltis 22 (2); Hermelin 4 (1); Marderhund 194 (21) Fasanen 309 (37); Rebhühner (1); Tauben 2284 (22); Enten 2163 (3); Graugänse272 (4), Kanadagänse 156; Nilgänse 62; Schnepfen 33; Rabenkrähe 2110 (13); Elstern 611 (3); Kormorane 60; Höckerschwäne 15 (2).

Ehrungen und Auszeichnungen

(gb). Mit der LJN-Verdienstnadel in Bronze wurden ausgezeichnet: Gerti Jobmann (Wenzendorf), Maik Scheele (Winsen), Detlef Diercks (Drestedt).
Mit der LJN-Verdienstnadel in Silber wurden Rudolf Klippel (Winsen), Dr. Helmuth Heins (Sprötze), Hans-Jürgen Stein (Heidenau).
Jürgen Beyer (Garstedt),, Jürgen A. Schulz (Jesteburg) und Dr. Astrid Krüger (Winsen) erhielten die LJN-Verdienstplakette in Silber.