Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bahnhofsgelände erhält neues Gesicht

Das Hollenstedter Bahnhofsareal

Nach erfolgter Räumung der Altlasten entsteht auf 25.000 Quadratmetern ein Mischgebiet

gb. Hollenstedt. Dort, wo bis 1968 ein Jahrhundert lang Züge auf dem Weg zwischen Buchholz und Bremervörde Halt machten, soll ein Mischgebiet für Gewerbe und Wohnen entstehen. Damit wird das 25.000 Quadratmeter große Bahnhofsgelände in Hollenstedt ein völlig neues Gesicht bekommen. Erste Planungen dafür stammen bereits aus dem Jahr 2009. Doch verhinderten die an Bahnstrecken üblichen Altlasten, mit denen die Gemeinde das Areal von der EVB nicht übernehmen wollte, den weiteren Fortgang. Nun liegt ein Gutachten über Art und Umfang dieser Altlasten vor. Nach deren Beseitigung kann der Landkreis eine sogenannte Nullbescheinigung ausstellen. “Die Nullbescheinigung wird die Grundlage dafür, das seit 2013 ruhende B-Planverfahren fortzusetzen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Böhme (CDU) den derzeitigen Sachstand. Erste Interessenten für den Ankauf von Grundstücken gibt es bereits. Die Gemeinde wird der Zuteilung und dem Verkauf jedoch erst nach Rechtskraft des B-Planes nähertreten, so Jürgen Böhme weiter. Eine vorzeitige Bürgerbeteiligung zum weiteren Verfahren soll voraussichtlich Ende Mai stattfinden. Läuft alles nach Plan, könnte mit der Erschließung des Geländes ab Mitte nächsten Jahres begonnen werden. „Wir kaufen auch die Trasse bis an die Gemeindegrenze, die dann in erster Linie den Anliegern angeboten wird“, sagt Jürgen Böhme. Die Trassenfläche werde jedoch nicht entsorgt, und könne in dem jetzigen Zustand verbleiben, so lange dort keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden.
Zwei erste aus dem Jahr 2009 stammende Überlegungen wurden zwischenzeitlich verworfen. Einen Radweg auf der alten Trasse anzulegen scheiterte an den in den Augen der Verantwortlichen zu hohen Kosten. Sie hätten sich auf 300.000 Euro belaufen. Als weiteres Gegenargument wurde auch der bereits vorhandene Radweg im Verlauf der K 62 zwischen Wohlesbostel, Starsbaek, Rahmstorf, Beckdorf, und Apensen ins Feld geführt. Pläne, eine auch touristisch genutzte Draisine auf der stillgelegten Trasse verkehren zu lassen, scheiterten daran, dass die Bahnschienen nicht mehr vorhanden waren.