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Bald schnelles Internet für alle Bürger im Landkreis Harburg

Lutz Kirchner senior (li.) und Thorsten Heinze nach der Unterzeichnung des Vertrags (Foto: landkreis harburg)
mi. Landkreis. Schnelles Internet ist heute nicht mehr nur ein tolles Extra, sondern ein wichtiger Faktor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Landkreis Harburg hat man sich daher zum Ziel gesetzt, eine Versorgung mit Breitbandinternet für das gesamte Kreisgebiet zu etablieren. Dabei kooperiert der Kreis mit 25 Kommunen aus dem Kreisgebiet. Jetzt wurde die Firma Kirchner Engineering Consultants GmbH aus Stadthagen mit der Planung des Netzes beauftragt.
In Bezug auf eine schnelle Internetverbindung gibt es auch im Landkreis Harburg noch einige weiße Flecken, u.a. in Rosengarten-Alvesen. Damit steht der Kreis allerdings nicht allein: In einem EU-weiten Vergleich wird der Bundesrepublik als ganzes Nachholbedarf in Sachen Breitbandausbau attestiert. Man ist nicht mehr als Mittelmaß, was Zuwächse und Geschwindigkeit angeht.
Der Landkreis Harburg habe es sich deswegen zum Ziel gesetzt, diese weißen Flecken zu beseitigen, erklärt Pressesprecher Bernhard Frosdorfer. Bis Ende 2018 soll demnach eine Netzinfrastruktur zur Versorgung von 7.127 privaten sowie 113 gewerblichen Anschlüssen in unterversorgten Gebieten entstehen. „Ziel ist Breitbandinternet mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s“, so Frosdorfer.
Der Landkreis investiert laut Frosdorfer im Verbund mit den Kommunen ca. 11,5 Millionen Euro in den Ausbau. Dazu kommen Fördermittel von Bund und Land. Die Gesamtkosten werden beim Kreis mit 32 Millionen Euro beziffert.
Realisiert werde der Netzausbau über ein Betreibermodell. Die Idee: Der Landkreis plant und baut zunächst das passive Hochgeschwindigkeitsnetz. Anschließend wird es für den Betrieb an einen Telekommunikationskonzern verpachtet.
Ein wichtiger Schritt in Richtung flächendeckendes Breitbandinternet wurde jetzt getätigt: Laut Frosdorfer beauftragt der Landkreis Harburg die Firma Kirchner Engineering Consultants GmbH aus Stadthagen nach einer europaweiten Ausschreibung mit der Planung des Netzes.
Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten jetzt Thorsten Heinze, Fachbereichsleiter Service und Breitband-Projektverantwortlicher der Kreisverwaltung, gemeinsam mit Geschäftsführer Lutz Kirchner senior.
Wie geht es jetzt weiter? Derzeit laufe die europaweite Ausschreibung zur Auswahl des Netzpächters, teilte Frosdorfer mit. Mit ersten Vergabe-Gesprächen rechne man ab Ende Juli. Sobald der Netzpächter ausgewählt ist, planen Netzplaner und Netzpächter das finale Breitband-Ausbaugebiet und bereiten die europaweite Ausschreibung für den Netzausbau vor. Bei einem optimalen Verlauf sollen die Bauarbeiten noch Ende 2017 beginnen.