Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bürgermeister halten dicht

Stillschweigen nach Sondierungsgespräch zur Asylbewerberunterbringung

gb. Hollenstedt. gb. Hollenstedt. „Wir wollen nicht mit Details an die Öffentlichkeit gehen, um zurzeit keine falschen Hoffnungen zu wecken.“ Diesen Satz sagte Appels Bürgermeister Reinhard Kolkmann (BfA) nach dem ersten Sondierungsgespräch mit seinen Amtskollegen aus der Samtgemeinde zur Unterbringung von Asylbewerbern. Zwar befänden sich derzeit einige Objekte in der Prüfung, entsprechende Ergebnisse müssten jedoch abgewartet werden. Bezogen auf die Gemeinde Appel bedeutet das, so Kolkmann weiter, dass der Landkreis seine Planungen für die Umwandlung eines Altenheims in eine Sammelunterkunft für 53 Flüchtlinge fortführt. Jedoch habe Kreissozialdezernent Rainer Kaminski als Teilnehmer der nicht öffentlichen Bürgermeisterrunde angekündigt, die von Hotelier Carsten Fock im „Deutschen Haus“ in Appel angebotenen zehn Unterbringungsplätze noch in dieser Woche zu prüfen.
„Es war klar, dass wir im ersten Gespräch nicht die perfekte Lösung finden werden“, erklärte Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme (CDU) auf Anfrage der WOCHENBLATT-Redaktion. Da die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Hollenstedt nicht über eigene Unterbringungsmöglichkeiten verfügen, können sie nur vermittelnd tätig werden, begründete Böhme den derzeitigen Sachstand.
Klar scheint auch zu sein, dass die Gemeinde Hollenstedt bei der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge stärker in den Mittelpunkt rückt. Denn im Gegensatz zu Appel ist hier die dafür notwendige Infrastruktur gegeben.
Um derweil für eine Willkommensstimmung bei den Bürgern zu werben, will Jürgen Böhme zu einem runden Tisch einladen. An dem sollen in einem ersten Schritt Vereine, Verbände sowie die Kirchen hinter verschlossenen Türen Platz nehmen. In einer weiteren Veranstaltung soll dann auch die Öffentlichkeit mit eingebunden werden. Konkrete Termine wurden noch nicht benannt.