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Bundesverdienstkreuz für Gerhard Dombrowski

Gerhard Dombrowski

87-Jähriger wird für sein vielfältiges soziales Engagement ausgezeichnet

gb. Holvede. Gerhard Dombrowski wird das Bundesverdienstkreuz verliehen. Der 87-jährige Holveder wird für sein soziales Engagement geehrt. Im Jahr 1950 trat Gerhard Dombrowski in den damaligen Reichsbund (heute Sozialverband Deutschland (SoVD) ein. Vom 1. Dezember 1972 bis zum Jahr 2008 war er der Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Halvesbostel. Darüber hinaus engagiert er sich seit mehr als drei Jahrzehntne als SoVD-Revisor im Kreis Harburg-Land. Vom 1.12. 1994 bis zum 31.12.1998 war Gerhard Dombrowski ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Lüneburg.
Seit über 50 Jahren hält er als Sänger der "Liedertafel Estetal" die Treue. Von 1982 bis 1994 gehörte Gerhard Dombrowski dem Kirchenvorstand der Hollenstedter St. Andreas-Gemeinde an. Bis zum heutigen Tage hält er dort Lesungen im Gottesdienst ab. Zeitgleich wirkte er im Kirchenenkreisvorstand Hittfeld, im Kirchenkreistag, sowie den Bauausschüssen des Kirchenkreises und der St. Andreas-Gemeinde.
Der in Elbing/Westpreußen geborene Dombrowski wurde während seiner Lehre zum Technischen Zeichner am 23. Januar 1945 zum Kriegsdienst eingezogen. Wenige Tage später erlitt er einen Streifschuss am Kopf, sowie eine Granatsplitterverwundung, in deren Folge er kampfunfähig wurde. Nach seiner Genesung und der Kriegsgefangenschaft wurde er nach Halvesbostel entlassen, wo er seit 1947 lebt. In dieser Zeit legte er das Gelübte ab, das zu seinem sozialen Engagement führte: "Wenn ich hier herauskomme, egal wie, so will ich für andere arbeiten, die ihre Angehörigen nicht mehr wieder bekommen haben und mich auch um die kümmern, die körperlich und geistig-seelisch nicht mehr voll da sein können in unserer immer mehr verrohenden Gesellschaft." Von 1947 bis 1949 arbeitete Gerhard Dombrowsi als landwirtschaftlicher Gehilfe, es eine Lehre als Maurer, die er aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Danach wurde er zum Bautechniker ausbildet. Es folgten die Tätigkeiten als Bautechniker bei der Stadt Hamburg und als Stadtplaner in Hamburg. Seit 1989 befindet er sich im Ruhestand. Mehrere Schicksalsschläge trafen Gerhard Dombrowski schwer. Seine Frau Annemarie verstarb im Jahr 1993, im Jahr 2013 verlor er zwei seiner drei Söhne sowie 2014 einen seiner sieben Enkel. Auch heute noch widmet sich Gerhard Dombrowski Haus und Garten. Neben dem Chorgesang gehört das Reisen und das Schreiben seiner Lebenserinnerungen unter dem Titel "Lange Strecke eines langen Lebens" zu seinen Hobbys.