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Der Bock stinkt, die Tochter zickt, das Auto muckt

Am Set: v. li.: Tiertrainerin Katja Gauß mit Film-Schaf „Elvis“, Wotan Wilke Möhring, Johannes Fabrick und Sofia Bolotina

Wotan Wilke Möhring stand in Dierstorf für „Kleine Ziege, sturer Bock“ vor der Kamera

gb. Dierstorf. Wotan Wilke Möhring, einer der gefragtesten deutschen Schauspieler, stand im kleinen Dierstorf (Landkreis Harburg) vor der Kamera. Unter der Regie des Grimme-Preisträgers Johannes Fabrick drehte der Hamburger „Tatort“-Kommissar „Kleine Ziege, sturer Bock“. In dem unterhaltsam-dickköpfigen Roadmovie spielt Publikumsliebling Wotan Wilke Möhring den charmanten Lebenskünstler Jakob. Der kann allerdings auch als der klassische Verlierertyp bezeichnet werden. Als beliebter Elvis-Imitator hangelt sich Jakob in Altersheimen von Auftritt zu Auftritt, und privat von Affäre zu Affäre. Nach zwölf Jahren Funkstille meldet sich Julia bei der verkrachten Existenz. Die von Grimme-Preisträgerin Julia Koschitz gespielte Ex-Geliebte teilt Jakob knapp mit, dass er eine Tochter hat. „Mai“, die von der bezaubernden 12-jährigen Nachwuchs-Entdeckung Sofia Bolotina verkörperte kleine Ziege, tritt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in Jakobs Leben. Der Vater wider Willen hat nämlich gerade einen lukrativen Job erhalten. Mit dem Transport eines wertvollen Schafsbocks von München nach Norwegen will er endlich Geld in sein finanzielles Notstandsgebiet bringen. Und nun muss auch noch Mai, die gerade jetzt ihren Vater kennen lernen will, mit. Dass seine Tochter noch störrischer ist als das eigensinnige, aber musikalisch äußerst versierte Schaf auf der Ladefläche des klapprigen Kastenwagens, und sogar noch sturer als er selbst, lernt Jakob auf dem Weg in das Land der Fjorde. Der Bock stinkt, die Tochter zickt, das Auto muckt, und der Weg nach Norwegen ist weit.

Tierischer Hauptdarsteller ist „Gustl“. Das zweijährige Tiroler Steinschaf, das im wahren Leben zu den gefährdeten Tierrassen zählt, wurde von Tiertrainer Marco Heyse in dem nur zwei Kilometer vom Drehort entfernten Wenzendorf auf seine Rolle als bockiges Schaf „Elvis“ vorbereitet, und am Set von Tiertrainerin Katja Gauß betreut.

„Wir benötigten einen Gastraum und eine Scheune in der Nähe von Hamburg“, begründet Set-Aufnahmeleiter Ingo Stroot die Wahl des Drehortes. Zunächst haben sich dafür Location Scouts im Alten Land umgesehen. Dass die Wahl letztlich auf das längst geschlossene Gasthaus Lüskow in Dierstorf fiel, lag an daran, dass hier nur geringe Umbauarbeiten notwendig waren, wie auch an der Tatsache, den aufwändigen Fuhrpark außerhalb der Kameraperspektive unterbringen zu können.
Zusätzlich zu den Schauspielern waren über 40 Personen an dem dreitägigen Dreh in Dierstorf beteiligt. Insgesamt sind 38 Drehtage für das Roadmovie veranschlagt. Weitere Drehorte sind München, Hamburg, die Insel Fehmarn, sowie Orte in Dänemark und Norwegen. „Kleine Ziege, sturer Bock“ soll im Herbst 2015 im Majestic-Filmverleih in die Kinos kommen.