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Die Ära Nina Zöllner endet

Nina Zöllner

Jugendpflegerin wird selbst Mutter – noch keine Nachfolgerin in Sicht

gb. Hollenstedt. Seit acht Jahren ist sie für Kinder und Jugendliche der Samtgemeinde Hollenstedt eine wichtige Bezugsperson und Ansprechpartnerin für jedes Problem. Kurz vor Weihnachten wird die Jugendpflegerin Nina Zöllner den Jugendtreff verlassen. Die beliebte Diplom-Pädagogin wird selbst Mutter. Eine Rückkehr an ihren bisherigen Arbeitsplatz schließt die 35-jährige Hamburgerin aus.
Die Arbeit von Nina Zöllner erfordert großes Organisationstalent: Denn ihre erst 2006 geschaffene Vollzeitstelle teilt sich je zur Hälfte in Jugendpflege und Schulsozialarbeit. Eine Kombination, die im Landkreis Harburg einmalig ist. Als Pionierin auf dem damals noch neuen Posten schuf Nina Zöllner langfristig angelegte Grundlagen und Strukturen. Sie leistete Netzwerkarbeit zwischen Vereinen, Verbänden, Beratungsstellen und allen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.
Als Jugendpflegerin leitet sie, seit 2010 unterstützt durch ihren Kollegen Oliver Bozic, den Jugendtreff, organisiert und führt Ferienprogramme durch. An diesem Arbeitsplatz, der sich in drei auf dem Schulgelände aufgestellten Containern befindet, betreut Nina Zöllner Jugendliche in ihrer Freizeit. Hier bietet sie Kindern und Jugendlichen Gesprächs- und Hilfsangebote bei Sorgen und Konflikten. „Dabei ist der Zeitaufwand für Problemfälle höher als der für Projekte, die ich für die Allgemeinheit organisiere“, sagt Nina Zöllner.
In der Schulsozialarbeit leistet sie Berufsorientierung und Beratungsarbeit für Schüler, Eltern und Lehrer. Im Bedarfsfall vermittelt sie aber auch an Beratungsstellen weiter. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Projektleitung für den Mittagstisch der Max-Akademie.
„Die Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Menschen und die Tatsache, dass jeder Tag neu und nicht planbar ist, haben mir Freude gemacht“, sagt Nina Zöllner, die sich von der positiven Einstellung zur Sozialarbeit im Ort getragen fühlt.
Auf die Frage, welche besonderen Eigenschaften es sind, die ihr bei der Bewältigung ihrer Aufgaben geholfen haben, antwortet Nina Zöllner lächelnd: „Man muss Empathie für Menschen haben, die anders sind als der Durchschnitt.“ Hilfreich seien zudem Zielstrebigkeit, Sachlichkeit, eine hohe Frustrationstoleranz, satrke Nerven, dazu noch die Fähigkeit, Grenzen setzen zu können, und den Menschen, der „Mist gebaut“ hat, trotzdem respektieren zu können.
„Ich habe mich in Hollenstedt sehr wohl gefühlt und konnte hier meine eigenen Ideen verwirklichen“, sagt Nina Zöllner, die ihren Arbeitsplatz mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt. Künftig steht ihre eigene Familie bei ihr an erster Stelle. Derzeit plant Nina Zöllner ihre Hochzeit, der Nachwuchs hat sich für den Februar kommenden Jahres angekündigt.
Wie es in Hollenstedt künftig ohne Nina Zöllner weitergeht, ist noch offen. Eine geeignete Nachfolgerin ist bisher noch nicht in Sicht.
• Interessierte Sozialpädagogen finden die entsprechende Stellenausschreibung unter www.jugendtreff-hollenstedt.de.

Wie es in Hollenstedt künftig ohne Nina Zöllner weitergeht, ist noch offen. Eine geeignete Nachfolgerin ist bisher noch nicht in Sicht. Interessierte Sozialpädagogen finden die entsprechende Stellenausschreibung unter www.jugendtreff-hollenstedt.de.