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Die Liebe auf den ersten Blick

Ilse und Walter Wentzien
gb. Mienenbüttel. Diamantene Hochzeit feierten die Mienenbütteler Eheleute Ilse (80) und Walter (82) Wentzien. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt der Jubilar mit einem fast spitzbübischen Lächeln, wenn er an das Kennenlernen zurückdenkt. Und an dieser Liebe hat sich auch in den 60 gemeinsam verbrachten Ehejahren nichts geändert. Immer alles gemeinsam gemacht zu haben, nie Geheimnisse voreinander gehabt zu haben, und meistens das selbe zu fühlen - so beschreibt das Paar sein Rezept für sein Eheglück. Doch darum mussten Ilse und Walter Wentzien zunächst kämpfen.
Walter Wentzien wuchs in Mienenbüttel als Sohn eines Landwirts auf. Schon mit 18 Jahren musste er den elterlichen „Neehüsers-Hoff“ übernehmen, den er jedoch 1962 aufgab. Seine berufliche Zukunft fand der unfreiwillige Bauer als Kraftfahrer bei der Spar- und Darlehenskasse und später bei der Stader Saatzucht.
Die Kriegswirren führte die als Ilse Blank in Kraphausen/Ostpreußen geborene Jubilarin mit ihrem Mann zusammen. Per Pferd und Wagen floh sie über Danzig und nach überstandener russischer Gefangenschaft zu Fuß weiter über Ostpreußen und Zwickau in Sachsen zunächst nach Harburg. Man schrieb das Jahr 1950, als die attraktive Ilse den „Bickbeern-Ball“ in Mienenbüttel besuchte und dort prompt dem jungen Walter auffiel. Doch bis der Bräutigam seine große Liebe zum Traualtar führen durfte, musste er noch bis zum Erreichen der Volljährigkeit warten. Das jedoch hinderte das junge Paar nicht an der Familiengründung. 1951 kam Tochter Renate zur Welt, ihr folgten 1952 und 1954 die Söhne Klaus-Dieter und Uwe. 1956 wurde die Tochter Anke geboren. Der ganze Stolz von Ilse und Walter Wentzien ist ihre Familie, die auf sieben Enkel und zwei Urenkel herangewachsen ist.
Das Beisammensein im Familienkreis ist die liebste Beschäftigung des rüstigen Paares. Während Ilse Wentzien gerne im Garten arbeitet, widmet sich Ehemann Walter dem in Eigenregie umgebauten Bauernhaus. Ihre seltenen Urlaube verbrachte das Paar an der Mosel, in Tirol und auf Usedom. Ein ganz besonderes Erlebnis war ein Geschenk der vier Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern in die ostpreußische Heimat ihrer Mutter reisten.