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„Für den Hochwasserschutz an einem Strang ziehen“

Referent Edgar Nehlsen (Foto: archiv)

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung des Projekts KLEE in der Hollenstedter Estetalschule

bim/nw. Hollenstedt. Auftakt für das Hochwasser- und Gewässerschutzprojekt Klimaanpassung Einzugsgebiet Este (KLEE): 75 Vertreter aus Kommunen, Naturschutz, Verbänden, Vereinen, Bürgerinitiativen, Institutionen und Behörden fanden sich auf Einladung der KLEE-Projektpartner in der Estetalschule Hollenstedt ein.
In seiner Eröffnungsrede hob Kreisrat Rainer Rempe die große Bedeutung des Projekts hervor. KLEE schaffe die Grundlage für einen effizienten, wirtschaftlichen und ökologischen Hochwasser- und Gewässerschutz an der Este. „Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere auf den Hochwasserschutz, können wir nur gemeinsam lösen. Dazu werden wir künftig keine isolierten Einzelmaßnahmen mehr ergreifen, sondern für die gesamte Este ein integriertes Maßnahmenpaket umsetzen, das die verschiedenen Interessen an der Este zum Ausgleich bringt.“
In Fachvorträgen blickte Diplom-Ingenieur Edgar Nehlsen (Institut für Wasserbau, TU Hamburg-Harburg) auf das bald endende Forschungsprojekt „KLIMZUG Nord“ zurück. Im Rahmen des Projektes wurden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässer in der Metropolregion Hamburg untersucht. Es sei bereits heute erforderlich, auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren, um die Hochwasser- und Sedimentproblematik in den Griff zu bekommen. Für Extremwasserabflüsse in der Este sei bis 2100 - je nach Kohlendioxid-Emissionsszenario - mit einer Zunahme um bis zu 50 Prozent zu rechnen. Die Schließhäufigkeiten der Estesperrwerke würden künftig zunehmen, die Bemessungswasserstände steigen, und der potentielle Bodenabtrag im gesamten Einzugsgebiet könne um mehr als 20 Prozent zunehmen.
Die Erkenntnisse von „KLIMZUG Nord“ bilden die Grundlage für KLEE.
In seinem zweiten Vortrag stellte Edgar Nehlsen das Projektgebiet, die Vorgehensweise und die Ziele des neuen Hochwasser- und Gewässerschutzprojekts vor. Dazu gehört zunächst der Aufbau und Betrieb eines Mess- und Monitoringprogramms für das Einzugsgebiet der Este. Wie dies vonstatten gehen wird, erläuterte Diplom-Ingenieur Josef Oberhofer, ebenfalls vom Institut für Wasserbau der TUHH, am Beispiel des Buxtehuder Mühlenteichs.
Zwischen den Vorträgen hatten die Teilnehmer Zeit für Fragen und Diskussionsbeiträge.
Hintergrund: Mit KLEE beschreiten die Landkreise Harburg und Stade sowie die Stadt Buxtehude gemeinsam mit der TuTech Innovation GmbH und der TU Hamburg-Harburg neue Wege, um den Hochwasser- und Gewässerschutz an der Este auf ein ganzheitliches Fundament zu stellen. KLEE, das bis Ende April 2016 läuft, hat das Ziel, ein detailliertes Maßnahmenkonzept zur Anpassung an den Klimawandel für das Einzugsgebiet der Este in den Landkreisen Harburg und Stade zu entwickeln. Weitere Informationen zum Projekt unter www.klee-este.de