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Für Sicherheit und Ordnung

Samtgemeinde schafft Handhabe gegen uneinsichtige Bürger

gb. Hollenstedt. "Es scheint eine typisch deutsche Angelegenheit zu sein, alles regeln zu müssen." Mit diesen Worten wandte sich die Grüne Ruth Alpers im Umweltausschuss zunächst gegen die von der Samtgemeindeverwaltung vorgelegte Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Samtgemeinde Hollenstedt (SOG-VO). In ihr werden Dinge geregelt, die, so Ordnungsamtsleiterin Kerstin Markus im Ausschuss "eigentlich in den Bereich der Selbstverständlichkeit gehören." Dazu zählen Punkte wie Verkehrsschilder weder zu bekleben noch zu bemalen, keinen Hausmüll in Papierkörben zu entsorgen, den Zugang zu Hydranten nicht zu behindern oder nicht auf Kinderspielplätzen mit einem Auto herumzufahren. Auf den Spielplätzen darf fortan außerdem weder geraucht werden, noch dürfen dorthin gefährliche Gegenstände mitgenommen werden. Geregelt wird auch die Tierhaltung. Bello und Co dürfen mit ihrem Dauergekläff weder die Nachbarschaft über Gebühr strapazieren, noch Menschen oder andere Tiere anfallen oder anspringen. Von Tieren ausgehende Verunreinigungen auf Straßen oder in Anlagen sind von den Tierbesitzern unverzüglich zu beseitigen. Da all dies offenbar nicht ganz so selbstverständlich ist, wie es sein sollte, steigt die Zahl der Beschwerden laut Samtgemeindebürgermeister Heiner Albers kontinuierlich an. Mit der auch durch Fachaufsicht des Landkreises abgenickten SOG-VO will die Verwaltung nun eine Handhabe gegen uneinsichtige Bürger schaffen. Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, kann mit Verwarn- oder Bußgeld bis zu 5.000 Euro belegt werden. Nach ausführlicher Diskussion, die geringfügige Veränderungen mit sich brachte, empfahl der Umweltausschuss dem Samtgemeinderat letztlich einstimmig der neuen SOG-VO zuzustimmen.