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Gegen die Katzenschwemme

Ziehen beim Tierschutz an einem Strang: Marianne Frölich (li.) und Kerstin Markus

Kastrations- und Kennzeichnungspflicht greift ab Mai – Zuschüsse sind möglich

gb. Hollenstedt. Hollenstedt macht ernst im Kampf gegen die Katzenschwemme. Als erste Kommune des Landkreises Harburg führt die Samtgemeinde ab dem 1. Mai 2014 die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Samtpfoten ein. „Wir wollen damit den Tierschutz in den Fokus rücken“, sagt Ordnungsamtsleiterin Kerstin Markus. Die bislang unkontrollierte Vermehrung der so genannten Freigänger führt nicht nur zu vollen Tierheimen und wild lebenden Katzen, die in der freien Natur nicht überlebensfähig sind, sondern birgt auch die Gefahr der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten. Darüber hinaus bezieht sich der Tierschutz auch auf den Schutz von Singvögeln, insbesondere während der Brutzeit.Zudem können entlaufene registrierte Katzen schneller an ihre Besitzer zurückgegeben werden, so Kerstin Markus weiter.

Für Katzenbesitzer, die finanziell nicht in der Lage sind, die auf sie dadurch zukommenden Kosten zu tragen, hat die Samtgemeinde Mittel zur Verfügung gestellt. Daraus werden auf Antrag Zuschüsse von rund 50 Prozent gewährt. Die Bedürftigkeit wird an Hand von Einkommens- und Vermögensnachweisen über die Buchholzer Dr. Frölich-Tierschutzstiftung geprüft. „Wir begrüßen dieses Vorgehen außerordentlich“, erklärt die Vereinsvorsitzende Marianne Fröhlich.
Entsprechende Anträge können bei den Hollenstedter Tierarztpraxen Gieseler (Tel: 04165-80011) und Werner (Tel.: 04165-9993600) gestellt werden. Mit beiden Praxen hat die Samtgemeinde Vereinbarungen über die Höhe der entstehenden Kosten geschlossen. Sie entsprechen dem Mindestsatz der Tierärztlichen Gebührenordnung, und belaufen sich für die Kastration von Katzen auf 100 Euro, und für die von Katern auf 50 Euro. Für die Implantation eines Chips, durch den die Kennzeichnungspflicht erfüllt wird, entstehen Kosten von 15 Euro.