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Gerät der Brückenbau ins Wanken?

Die phantasievoll provisorisch reparierte Brücke über die Este

Kostenexplosion und falsche Hoffnung auf EU-Förderung bei Ersatz der Estequerung

gb. Moisburg. Bei dem Ersatz der Estebrücke zwischen Emmen und Appelbeck läuft offenbar einiges schief. Und wie es aussieht, scheinen sich Hollenstedt und Moisburg als Bauherren dabei nicht gerade mit Ruhm zu bekleckern. Nicht nur, dass das unglücklich agierende Bauherren-Duo übersah, dass die erhofften EU-Fördermittel ausbleiben, weil Geld aus diesen Töpfen nur für Neu- und nicht für Ersatzbauten fließt. Mit den Worten: „Bei näherer Betrachtung hat sich herausgestellt, dass es nun doch teurer wird“, weist Moisburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Steffens nun auch noch auf eine erhebliche Kostensteigerung hin. Denn diese „nähere Betrachtung“ ergab, dass statt der bisher veranschlagten 45.000 Euro nach aktuellem Stand rund 70.000 Euro für den Ersatzbau aufgewendet werden müssen. Das neben den reinen Baukosten auch noch Gebühren für die Arbeit eines Planers, sowie Untergrunduntersuchungen und Tragwerksprüfung anfallen, war dem Anschein nach bisher übersehen worden.
Sollte sich, wie nach wie vor erhofft, der „Verein für Naherholung“ mit 10.000 Euro an dem Vorhaben beteiligen, müssten Hollenstedt und Moisburg zusammen voraussichtlich 60.000 Euro für die Brückenerneuerung aufbringen. Während der Rat Moisburg vorerst beschloss, seinen Anteil von 30.000 Euro zu berappen, tut man sich in Hollenstedt schwer damit den Haushaltsansatz zu verdoppeln. „Wir wollen versuchen eine günstigere Lösung zu finden“, sagte Bürgermeister Jürgen Böhme. Zumindest wann der Ersatz für das, wie bereits berichtet, phantasievoll provisorisch reparierte marode Brückenbauwerk kommen wird, scheint derzeit offen zu sein.