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In Gummistiefeln zum Auto

Katharina Dürotin vor der aufgerissenen Straße „Am Mühlenberg“

Straßenbauarbeiten im Schneckentempo bringen Anwohner auf die Zinne

gb. Hollenstedt. Ihre Geduld ist erschöpft. Seit über drei Monaten leben die Anwohner der Hollenstedter Straße „Am Mühlenberg“ an einer Baustelle. Ohne Grundstückszufahrten, ohne Gehweg und ohne Pflasterung. Größere Einkäufe mag dort deshalb kaum jemand mehr tätigen. Wer trotz der widrigen Umstände das Haus verlassen kann, braucht Gummistiefel für den Weg zum Auto. Schlimmer trifft es ältere Mitbürger. „Meine Mutter ist auf ihren Rollator angewiesen und deshalb seit Baubeginn zu Hause eingesperrt“, empört sich ein Anlieger der ungenannt bleiben möchte. „Ich bin bei Glätte hier schon gestürzt“, berichtet Anwohnerin Katharina Dürotin. Der Unmut der Mühlenberger richtet sich nun gegen Hollenstedts Bürgermeister: „Jürgen Böhme hat uns in einer Vorbesprechung erzählt, dass wir zwei bis drei Tage nicht auf unser Grundstück fahren können. Nicht drei bis vier Monate.“

In einer Stellungnahme gegenüber dem Wochenblatt begründete Jürgen Böhme (CDU) die Verzögerungen der Bauarbeiten mit einem die Straße kreuzenden Gasrohr, das nicht in den Plänen eingezeichnet gewesen sei. Dieser Umstand habe zu einem zweiwöchigen Baustopp geführt. „Ich habe Verständnis für die Anwohner, aber die komplette Erneuerungen einer Straße einschließlich Regenwasserkanal ist leider auch mit Unwägbarkeiten verbunden“, sagt Böhme. Die ausführende Baufirma sei nunmehr dazu verpflichtet worden, den Rückstand bis Weihnachten zumindest weitestgehend durch Samstagsarbeit aufzuholen. Eventuell durchzuführende Rettungsdiensteinsätze sind nach den Angaben Böhmes auch während der noch andauernden Bauphase gewährleistet.