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„Keine landschaftszerschneidende Y-Trasse“

Kreisjägermeister Norbert Leben zeichnete Horst-Günter Jagau und Heiner Schönecke aus
 
Horst-Günter Jagau (li.) und Norbert Leben (re.) mit den Geehrten

Jägerschaft bezieht auf Jahreshauptversammlung klare Positionen

gb. Tostedt. Aktuelle Themen standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Landkreis Harburg (JLH). Zu der von den Signalen einer 62-köpfigen Jagdhorn-Bläsergruppe begleiteten Veranstaltung hatten sich rund 520 der 1916 JLH-Mitglieder in der Tostedter Schützenhalle eingefunden. Kritik übte die Jägerschaft an der Rot-Grünen Landesregierung: „Die für einige Wildarten geänderten Jagdzeiten haben wenig mit wildbiologischen Fachkenntnissen zu tun, sie sind reine Klientelpolitik des Grünen Ministers“, monierte der Jägerschaftsvorsitzende Horst Günter Jagau. Der stellvertretende LJN-Geschäftsführer Stephan Johanson vermisst zudem eine „konstruktive Dialogbereitschaft“ der amtierenden Landesregierung.
Gefragt sei die Politik auch zum Thema Wolf. Dessen Population ist in Deutschland auf 400 Exemplare angewachsen, und vermehrt sich pro Jahr um rund 40 Prozent. Besonders die Wölfe, die keine Scheu vor Menschen zeigen, könnten zum Problem werden.
Blaue Reflektoren: Über die Wirksamkeit der blauen Reflektoren an Straßenrändern gibt es unterschiedliche Meldungen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, sollen die Wildunfallzahlen weiter beobachtet werden.
Y-Trasse: Großen Beifall erhielt der JLH-Vorsitzende Horst-Günter Jagau für sein Statement, im Landkreis brauche man keine neue, die Landschaft zerschneidende Bahntrasse. Vielmehr sollte ein Ausbau der vorhandenen Trasse Hamburg-Hannover bevorzugt werden.
Schießstand Garlstorf: Der in Zusammenhang mit der Olympiabewerbung genannte Schießstand Garlstorf wurde in einzelnen Bereichen saniert. Die Gesamtkosten hierfür werden mit rund 400.000 Euro beziffert.

Die Jagdstrecke

(gb). Ein kräftiges Waidmannsheil galt der von Kreisjägermeister Norbert Leben vorgestellten Jagdstrecke des Jagdjahres 2014/2015. Zur Strecke gebracht wurden folgende Stückzahlen (die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Fallwild):
Rotwild: Hirsche 67 (2), weiblich 90; Damwild Hirsche 89 (6), weibl. 131 (4); Muffelwild Widder 17, Schafe und Lämmer 6; Schwarzwild männl. 621 (26), weibl. 462 (30); Rehwild Böcke 1687 (435), Ricken und Kitze 1380 (707); Hasen 969 (310); Kaninchen 133 (58); Füchse 1446 (114); Dachse 192 (44); Waschbären 23; Marder 223 (25); Iltis 12 (3); Wiesel 9 (1); Marderhund 140 (11) Fasanen 271 (21); Rebhühner (1); Tauben 2156 (32); Enten 3532 (22); Gänse grau/Kanada/Nil 296 (3), 148, 64; Schnepfen 26; Rabenkrähe 1999 (18); Elstern 700; Kormorane 24.

Ehrungen und Auszeichnungen

(gb). Mit der LJN-Verdienstnadel in Bronze wurden ausgezeichnet: Anke Grabe (Rosengarten), Stefan Isermann (Tppenstedt), Christoph Aldag (Rosengarten), Dieter Jenrich (Seevetal), Dr. Hans Christoph Runge (Hamburg), Wilhelm Meier (Regesbostel), Uwe Hahn (Handorf).
Mit der LJN-Verdienstnadel in Silber wurden Klaus Harland (Hollenstedt), Dieter Paczia (Rosengarten) und Horst Günter Jagau (Garlstorf) ausgezeichnet. Dr. Astrid Krüger (Winsen) und Heiner Schönecke (Neu Wulmstorf) erhielten die LJN-Verdienstplakette in Silber