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Öko von Stamm bis Spitze - Der Minkenhof produziert Bioweihnachtsbäume

Jan Meyer vom Minkenhof zwischen seinen Bioweihnachtsbäumen
  mi. Jesteburg. „Die Kunden kommen aus ganz Norddeutschland, um bei uns einen Weihnachtsbaum zu kaufen.“ Jan Meyer vom Minkenhof aus Jesteburg steht auf einem Feld in Itzenbüttel direkt gegenüber des Gasthauses „Grüner Jäger“. Rings herum, soweit das Auge reicht, recken Nadelbäume verschiedenster Größen ihre Zweige in den grauen Winterhimmel. Die kleinsten gerade mal einen knappen Meter, die größten Tannen überragen ihn um ein Vielfaches. Auf den ersten Blick unterscheidet sich die „Baumplantage“ nicht von den vielen anderen, die es in der Region gibt. Warum also nehmen die Kunden weite Wege auf sich, um gerade hier ihre Nordmanntanne für das Fest zu holen? Die Antwort: Jan Meyer verkauft Bioweihnachtsbäume.
Jan Meyer hat den Minkenhof, den seine Familie seit Generationen bewirtschaftet, komplett auf Bioproduktion umgestellt. „Wir produzieren Bioeier und Biofleisch - konventionelle Bäume hätten nicht in unsere Produktpalette gepasst“, so der Landwirt. Seit drei Jahren biete der Hof deswegen Bioweihnachtsbäume an. „Wie auch die anderen Produkte auf dem Minkenhof werden die Bäume nach den strengen Richtlinien des Bioland-Zertifikats produziert. Das heißt, chemische Spritzmittel sind tabu. Auch Wachstumsbeschleuniger kommen nicht zum Einsatz. Statt lästiges Unkraut unter den Bäumen kaputt zu spritzen, wird gemäht, Schäden durch Insekten oder Pilze nimmt der Biolandwirt in Kauf. „Solche Krankheiten zerstören nicht den ganzen Baum, sie geben ihm nur ein individuelles Aussehen. Für den Großhandel sind diese nicht genormten Bäume in der Tat wertlos. Wir arbeiten aber fast ausschließlich als Direktvermarkter und da sieht das anders aus“, berichtet er. Er habe festgestellt, dass auch beim Weihnachtsbaum die Geschmäcker komplett verschieden seien.
Jan Meyer: „Den perfekten Baum gibt es nicht. Es kommt darauf an, was die Kunden suchen und bei uns finden sie auch gerade wegen der Bioproduktion eine große Vielfalt.“ Der Aufwand sei natürlich um einiges höher. Rasenmähen und manuelle Entfernung von Schäden kostet eine Menge Zeit. „Dafür ist der Baum vom Stamm bis zur Spitze Bio.“ Nur bei der Auswahl der Bäume, da unterscheidet sich der Minkenhof wenig von der Konkurrenz. Auch auf dem Biofeld thront vor allem die unangefochtene Königin unter den Weihnachtsbäumen: die im Kaukasus heimische und oft in Dänemark gezogene Nordmanntanne. „Dieser Baum ist einfach der, den sich die Kunden wünschen“, sagt Jan Meyer. Doch der Minkenhof wäre nicht der Minkenhof, wenn es hier nicht noch etwas Besonderes geben würde. Deswegen stehen auf neun Hektar Anbaufläche neben den zahllosen Nordmanntannen auch einige Rot- und Blaufichten. Diese heimischen Arten zierten vor dem Siegeszug der Nordmanntanne die Weihnachtsstuben der Region.
Wer sich für einen Weihnachtsbaum vom Minkenhof entscheidet, darf ihn auf Wunsch selbst schlagen. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich auf Jan Meyer und sein Team verlassen. Zusätzlich dazu stehen auch eine Vielzahl bereits geschlagener Bäume bereit. Trotz des größeren Aufwands gibt es den Biobaum zum üblichen Preis von 18,50 pro laufenden Meter.

Trend geht zum Zweit-Baum

(mi). Laut Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger werden pro Jahr rund 25 Millionen Bäume verkauf - Tendenz steigend. Der Trend gehe dabei zum Zweit-Baum für Garten oder Terrasse. In Umfragen geben 90 Prozent der Befragten an, dass der Weihnachtsbaum ein unverzichtbarer Teil des Festes sei. Der Baum wird am besten einen Tag vor dem Fest aufgestellt. Um dem Austrocknen vorzubeugen, sollte er zuvor in einem Wassereimer stehen. Am einfachsten ist es, die Tanne im Netz verpackt in den Ständer zu stellen und erst dann das Netz zu entfernen.
Historisches: Erstmalig erwähnt wird der Weihnachtsbaum im Jahr 1510. Damals soll in Riga (Lettland) auf einem öffentlichen Platz ein immergrüner Baum zur Weihnacht aufgestellt worden sein.