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ÖPNV-Angebot der Gemeinden wird aufgewertet

Bushaltestellen sind die Treffpunkte von AST und Fahrgästen
gb. Hollenstedt. Lange wurde darum gerungen - jetzt ist das Anrufsammeltaxi (AST) in greifbare Nähe gerückt. Ab kommenden Frühjahr wollen alle Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Hollenstedt ihren Bürgern diese Ergänzung zum bestehenden Busverkehr anbieten. Es wird dann möglich sein, von frühmorgens bis in den Abend hinein mindestens im Zwei-Stunden-Takt entweder mit dem Bus oder Anrufsammeltaxi von allen Dörfern in der Samtgemeinde nach Hollenstedt zu fahren und darüber hinaus auch zu den jeweils nächstgelegenen Bahnhöfen zu gelangen. Besonders Besucher von auswärtigen Abendveranstaltungen haben nun erstmals die Möglichkeit, auch von spät ankommenden Zügen mit dem Anrufsammeltaxi noch nach Hause gebracht zu werden. „Wir freuen uns, dass wir eine Einigung erzielen konnten, die es uns ermöglicht, ein so attraktives Angebot einrichten zu können“, sagt Wenzendorfs Bürgermeister Manfred Cohrs im Namen seiner Amtskollegen.
Das Anrufsammeltaxi hält zu vorgegebenen Abfahrtzeiten an den schon vorhandenen Bushaltestellen. Wer mitfahren möchte, muss die Fahrt jeweils zuvor telefonisch anmelden. Fahrpläne und Einzelheiten zur Anmeldung werden noch rechtzeitig sowohl an den Bushaltestellen ausgehängt als auch durch Flyer an sämtliche Haushalte in den Gemeinden bekannt gemacht.
Für das lokale Angebot, also Fahrten aus den jeweiligen Dörfern nach Hollenstedt, wird ein Preis erhoben von 4 Euro pro Fahrt, für die Fahrten zu den Bahnhöfen beträgt der Preis 7 Euro. Der jeweilige Fahrpreis ist, so Manfred Cohrs weiter, derart gestaltet, dass er deutlich niedriger ist als der Preis für eine reguläre Taxifahrt. Da letzte Details zum AST noch geklärt werden müssen, werden der genaue Start des Projektes sowie eine entsprechende Rufnummer zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Das AST wird zunächst für eine Pilotphase von zwei Jahren eingeführt. In dieser Zeit soll ausgewertet werden, wie das Angebot angenommen wird. Das Projekt wird von allen Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Hollenstedt finanziert und vom Landkreis Harburg bezuschusst.
Gleichzeitig mit Einführung des AST soll auch die Buslinie 4039 von Neu Wulmstorf über Elstorf, Grauen, Moisburg, Hollenstedt bis Regesbostel erheblich aufgewertet werden. Es wird weitere Abfahrtzeiten geben, sodass diese Buslinie zukünftig über den gesamten Tag im ein- bis zwei-Stunden-Takt bedient wird. Eine entsprechende Empfehlung wurde im Bauausschuss der Gemeinde Hollenstedt bereits gefasst. Beschlüsse der weiter an dem Projekt beteiligten Gemeinden und des Landkreises Harburg, beide Partner teilen sich die Kosten der geplanten Erweiterung, stehen noch aus.
Dafür will Hollenstedt aus dem Regionalpark-Rosengarten-Shuttle nach der dreijährigen Pilotphase wegen mangelnder Nachfrage aussteigen. Die so frei werdenden Mittel seien nach Auffassung der Bürgermeister besser in der Ausweitung des ÖPNV-Angebotes angelegt. Entsprechende Beschlüsse müssen allerdings noch in den jeweiligen Räten der Mitgliedsgemeinden gefasst werden.