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Pionier der Windenergie abgebaut

Ein Rotorblatt wird zur Wiederverwertung verladen

Erstes Windrad im Landkreis Harburg dreht sich nicht mehr

gb. Dierstorf. Es war 28 Meter hoch und hatte eine Nennleistung von 80 Kilowatt. Und es war der Pionier der Windenergie im Landkreis Harburg. Nun wurde das am 1. Februar 1990 eingeweihte Windrad in Dierstorf auch als erstes im Landkreis wieder abgebaut.
Der Abbau der Anlage „Am Schäferstieg“ fällt in das Repowering-Programm der Bundesregierung. Es besagt, dass für jedes Windrad, das abgebaut wird, ein neues im selben oder einem benachbarten Landkreis einen Zuschlag zur Einspeisungsvergütung in Höhe von 0,5 Cent pro Kilowattstunde erhält. So sollen kleinere Anlagen nach und nach durch leistungsfähigere, größere ersetzt werden. Das Ersatzrad für das in Dierstorf wird in Wangelau im Herzogtum Lauenburg entstehen.
„Vor 25 Jahren haben wir nicht damit gerechnet, dass sich die Windkraft einmal so entwickeln wird.“ Das sagen Uwe Spieckermann aus Holm-Seppensen, Geschäftsführer, und Wolfgang Bansemer aus Dierstorf, Mitgesellschafter der „Windrad Dierstorf GbR“. Es waren 16 Gesellschafter, die sich vor einem viertel Jahrhundert zusammentaten, um die Dierstorfer Anlage zu finanzieren. Ein Zeichen wollten sie damit setzen, dass Windenergie auch umweltfreundlich erzeugt werden kann. Hauptinitiator des Projektes war der zwischenzeitlich verstorbene Helmuth Werner. Der engagierte Dierstorfer Komunalpolitiker trug wesentlich dazu bei, dass die Windkraft im Landkreis Harburg sich etabliert hat.
Den produzierten Strom nahmen die Gesellschafter teilweise auch selbst wieder ab. Größter Abnehmer und Mitgesellschafter war die Demeter-Hofgemeinschaft „Arpshof“.
Die jetzt abgebaute Anlage wird nicht verschrottet, sondern weiterverwertet.